Für die SP dagegen ist der Vorwurf der Kompetenzüberschreitung nichts anderes als ein "billiges Ablenkungsmanöver.

Der Bericht zeige, dass für die Universität grosser Schaden entstanden sei, teilte die SVP mit. Sie fordert deshalb den sofortigen Rücktritt der Bildungsdirektorin.

Zudem müsse Christoph Mörgeli vollständig rehabilitiert werden. Wer den Bericht der Aufsichtskommission zwischen den Zeilen lese, stelle fest, dass Mörgeli aus "rein politischen Gründen weggemobbt werden sollte".

Auch nach Ansicht der FDP haben Regine Aeppli und die damalige Universitätsleitung versagt und dem Ruf der Universität Zürich nachhaltigen Schaden zugefügt. Der neuen Unileitung hält die FDP zugute, dass sie gewillt ist, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und insbesondere die Führungsstruktur der Hochschule zu verbessern.

Die Freisinnigen wollen bei der Neuorganisation der Uni-Führungsstruktur "konstruktiv mitarbeiten." Zwingend sei allerdings, dass die "längst überfällige Trennung der Ämter der Bildungsdirektorin und der Präsidentin des Universitätsrates vollzogen wird."

Die SP warnt vor einer "Verpolitisierung eines Arbeitskonflikts". Dass dieser Konflikt nicht habe gelöst werden können, liege in der Verantwortung von Christoph Mörgeli und der Unileitung. Dass Regierungsrätin Aeppli Kompetenzüberschreitung vorgeworfen werde, sei politisch motiviert und lenke vom eigentlichen Konflikt ab.

Mit der bereits eingeleiteten Reorganisation der Unileitung und des Medizinhistorischen Instituts "sollte endlich ein Schlussstrich unter die Affäre Mörgeli gezogen werden können", heisst es in der SP-Stellungnahme. Es gelte nun, die erkannten Mängel zügig und konsequent zu beheben.