SVP Bremgarten will Füglistaller nicht mehr

SVP Bremgarten will Füglistaller nicht mehr

Die SVP Bremgarten wird ihren Nationalrat Lieni Füglistaller bei den Wahlen 2011 nicht mehr unterstützen. Er sei für die Partei nicht mehr tragbar, haben die Ortsparteipräsidenten des Bezirks einstimmig entschieden.

Der Showdon fand bereits am letzten Dienstag statt. Die Ortsparteipräsidenten des SVP des Bezirks Bremgarten hatten Füglistaller zur Anhörung aufgeboten. Er solle Auskunft geben, zu seinem angeblich unsauberen Geschäftsgebaren und zu dubiosen Machenshaften im Zusammenhang mit Kreditbezügen.

18 Punkte hatte die SVP Bremgarten aufgelistet, zu den sie Antworten wollte, wie deren Präsident Andreas Glarner gegenüber a-z.ch erklärt.

Füglistaller habe die meisten Fragen gar nicht beantwortet, sondern sei ausgewichen. «Er wollte nur von seinem PR-Berater vorbereitete Statements vorlesen», sagt Glarner. Die anwesenden Ortsparteipräsidenten - bis auf zwei waren alle anwesend - liessen sich das nicht bieten und brachen laut Glarner die Übung vorzeitig ab.

«Der Mann ist für uns nicht mehr tragbar»

Sie entschieden dann «einstimmig und ohne Enthaltung», Füglistaller bei den Nationalratswahlen 2011 nicht mehr zu unterstützen. «Der Mann ist für uns nicht mehr tragbar, sagt Glaner. Damit die Öffentlichkeit davon auch erfährt, hat die SVP Bremgarten heute ein Communiqué verschickt.

Von der Nationalratsliste der SVP gestrichen ist Füglistaller damit aber noch nicht definitiv. Für die Nomination zuständig sind bei der SVP nicht die Bezirksparteien, sondern eine Findungskommission. Die Bezirksparteien haben auch kein Vorschlagsrecht. Ob sie nach dem Verdikt der Bremgartner SVP Füglistaller noch aufstellen will, ist sehr fraglich.

«Mehrmals die Unwahrheit gesagt»

Das eigenwillige Vorgehen der SVP Bremgarten zielt daher auf den Mann. Glarner wehrt sich. «Füglistaller hat sich selbst abgeschossen, er hatte die einmalig Gelegenheit, die Dinge ins rechte Licht zu rücken und die Vorwürfe zu entkräften. Das hat er nicht getan. Er hat an diesem Abend sogar mehrmals die Unwahrheit gesagt.»

Füglistaller war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (rsn)

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