Asylgesuche
SVP-Brand will höchstens 15'000 Flüchtlinge pro Jahr

SVP-Nationalrat Heinz Brand will in der Schweiz höchstens noch 15'000 Asylbewerber pro Jahr aufnehmen. Zum Vergleich: Österreich hat seine Obergrenze auf 37'500 festgelegt.

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Der Bündner SVP-Nationalrat Heinz Brand gilt als Migrationsexperte. Er fordert eine Obergrenze von 15'000 für die Schweiz. (Archiv)

Der Bündner SVP-Nationalrat Heinz Brand gilt als Migrationsexperte. Er fordert eine Obergrenze von 15'000 für die Schweiz. (Archiv)

KEYSTONE/LUKAS LEHMANN

Die SVP will die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz begrenzen und schlägt dafür eine Obergrenze von 15'000 pro Jahr vor, wie der «SonntagsBlick» berichtet. «15'000 Asylbewerber pro Jahr sind für unser Land eine vernünftige Höchstzahl», sagt der Bündner SVP-Nationalrat Heinz Brand.

Das ist weniger als die Hälfte von Österreich, welches in diesem Jahr 37 500 Asylanträge akzeptieren will. Die Schweiz sei in den letzten Jahren insgesamt stärker belastet als ihre Nachbarstaaten Deutschland und Österrreich, hält Brand fest. Deshalb müsse die Obergrenze jetzt tiefer liegen.

Die eigenen Bundesräte sind nun gefragt: «Die SVP muss zusammen mit unseren beiden Bundesräten Ueli Maurer und Guy Parmelin Druck auf Justizministerin Simonetta Sommaruga ausüben», sagt Migrationsspezialist Brand.

Die Zeiten der Ausreden seien vorbei. Die bürgerliche Mehrheit in der Regierung müsse Sommaruga dazu bringen, dass sie im Flüchtlingsdossier handle – und sich die Schweiz im Asylwesen von der jetzigen Laisse-faire-Politik verabschiede.