Burma

Suu Kyi geht erneut in Berufung gegen Hausarrest

Aung San Suu Kyi wehrt sich gegen Hausarrest (Archiv)

Aung San Suu Kyi wehrt sich gegen Hausarrest (Archiv)

Burmas prominenteste Dissidentin Aung San Suu Kyi hat gegen die Verlängerung ihres Hausarrests um 18 Monate beim höchsten Gericht Berufung eingelegt. Das teilten ihre Anwälte in Rangun mit.

Ein niedrigeres Gericht hatte die erste Berufung bereits abgelehnt. Menschenrechtler glauben, dass die Militärjunta des Landes die Oppositionsführerin aus dem Wahlkampf heraushalten will. Sie hat die ersten Wahlen seit 1990 für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

Die 64-jährige Suu Kyi, die schon 14 der vergangenen 20 Jahre in ihrem Haus in Rangun in Isolation verbringen musste, war im August erneut verurteilt worden. Dieses Mal warfen die Behörden ihr Verstoss gegen die Auflagen des Hausarrests vor. Ein verwirrter Amerikaner war ohne ihr Wissen durch einen See zu ihrem Haus geschwommen. John Yettaw wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, aber abgeschoben.

Die USA, die EU und andere westliche Länder fordern die bedingungslose Freilassung Suu Kyis und der mehr als 2000 anderen politischen Gefangenen. US-Präsident Barack Obama trifft an diesem Sonntag den Premierminister der Junta, Thein Sein.

Burma ist Mitglied der Südostasiatischen Staatenorganisation ASEAN, deren Staats- und Regierungschefs in Singapur mit Obama zusammentreffen. Die USA hatten vor kurzem stärkeres Engagement in Bezug auf Burma angekündigt. Es werde aber keine bilaterale Begegnung geben, betonte das Weisse Haus.

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