Asyl
Susanne Hochuli besuchte die Asylunterkunft Rekingen

Regierungsrätin Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), hat am Dienstag die Kantonale Asylunterkunft Rekingen besucht und ein Gespräch mit den Gemeindebehörden von Rekingen und Bad Zurzach geführt.

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Asylbewerber in Rekingen

Asylbewerber in Rekingen

Aargauer Zeitung

Seit Januar sind in der Kantonalen Unterkunft Rekingen Asylsuchende untergebracht. Die Erfahrungen in den ersten vier Monaten zeigen laut Medienmitteilung des DGS, dass die Unterbringung und Betreuung in der Standortgemeinde zu keinen nennenswerten Schwierigkeiten geführt hat.

In der Nachbargemeinde Bad Zurzach ist die Präsenz der mehrheitlich aus afrikanischen Staaten stammenden Asylsuchenden dagegen ein Thema. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Bad Zurzach ein Tourisums-, Wellness- und Gesundheitsstandort mit entsprechenden Gästen und Infrastrukturen ist.

Informationsaustausch wird intensiviert

DGS-Vorsteherin Susanne Hochuli machte sich beim Augenschein in der Unterkunft und im Kontakt mit Asylsuchenden und Betreuenden nicht nur ein Bild von den Verhältnissen vor Ort, sondern suchte auch das Gespräch mit den Behörden von Rekingen und Bad Zurzach. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie der Kanton und die Gemeinden bei der Unterbringung und Betreuung künftig noch besser zusammen arbeiten können.

Intensiviert soll insbesondere der Informationsaustausch werden. Künftig wird eine Vertretung des Kantonalen Sozialdiensts in der Arbeitsgruppe Asylunterkunft der beiden Gemeinden mitwirken. Weiter werden die Behörden regelmässig über die Betreuung der Asylsuchenden und über die Überwachung der Unterkunft auf dem Laufenden gehalten.

Und schliesslich sollen sich Kanton und Gemeinden gemeinsam darum bemühen, dass das Zusammenleben der Bevölkerung mit den Asylsuchenden von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Dazu gehört das Angebot von Deutsch-Basiskursen, die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen über die hiesigen Sitten und Gebräuche sowie die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Asylproblematik. Nicht vorgesehen ist die von den Gemeindebehörden geforderte 24-Stunden-Betreuung an sieben Tagen in der Woche.

Durchschnittliche Belegung unter dem Maximum

Derzeit sind in der Unterkunft Rekingen 83 Asylsuchende untergebracht, die durchschnittliche Belegung liegt bei 80 bis 85. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Personen mit dem Aufenthaltsstatus N (Asylsuchende im laufenden Verfahren), in Einzelfällen um solche mit Status F (vorläufig Aufgenommene) oder B (anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltsbewilligung). Maximal können in der Kantonalen Unterkunft Rekingen 93 Asylsuchende untergebracht werden, wie das DGS weiter mitteilt.