Es müssten keine Kinder Dienst an der Waffe leisten, weil die SPLA sich nicht mehr im Krieg befinde, sagte Hoth am Montag in Juba, der Hauptstadt des halb-autonomen Südsudan. Die SPLA hatte während des Kampfes um die Unabhängigkeit des Südsudan tausende Kinder als Kämpfer rekrutiert.

Mehr als 22'000 Kindersoldaten der SPLA kehrten bereits ins zivile Leben zurück. Nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF gehören allerdings noch rund 900 Kinder der SPLA an, die derzeit in eine reguläre Armee umgewandelt werden soll.

Viele von ihnen haben keine Angehörigen, die sich um sie kümmern könnten. Eine von der UNO unterstützte Sondereinheit für Kinder soll ihnen helfen, sich ausserhalb der Truppen eine Existenz aufzubauen. Sie ist Teil eines Aktionsplans für die Reintegration aller Kindersoldaten bis November.

Damit die Kinder nicht zur Armee zurückkehrten, müssten aber auch genügend Schulen sie aufnehmen, mahnte der Vorsitzende der Regierungskommission für Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung, William Deng.

Im Januar soll eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Südsudan stattfinden. Sie ist der Höhepunkt eines Ende 2005 begonnenen Friedensprozesses, der den zwei Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des Sudan beendete. In dem Konflikt kamen zwei Millionen Menschen ums Leben, vier Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.