Der Staatsbesuch ist der erste des umstrittenen Präsidenten in einem grossen europäischen Land seit seinem Amtsantritt im Mai 2009.

Schon Tage vor der Ankunft Zumas hatte die britische Presse Skandale vorhergesagt und Zumas Privatleben ausführlich dargestellt. Er ist bekennender Polygamist und war schon mehrfach in Gerichtsprozesse verstrickt, unter anderem wegen Vergewaltigungsvorwürfen.

Kurz vor seinem Besuch hatte Zuma zudem in einem Interview einer südafrikanischen Zeitung schwere Vorwürfe gegen die Briten erhoben. "Als die Briten in unser Land kamen, sagten sie, alles sei in jeder Art und Weise barbarisch, falsch und minderwertig. Ich weiss nicht, warum sie immer noch denken, ihre Kultur wäre anderen überlegen."

Kommentatoren munkelten, dass sowohl die Queen wie auch Politiker alle ihre diplomatischen Fähigkeiten aufbringen müssten, um bis zum Ende des Besuches am Freitag Skandale zu verhindern.