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Sturmtief Bennet hielt Einsatzkräfte vor allem im Bernbiet auf Trab

Sturmtief Bennet hat in der Schweiz nicht nur für verwehte Haare, sondern vorab im Bernbiet auch für zwei Leichtverletzte und einige Schäden gesorgt.

Sturmtief Bennet hat in der Schweiz nicht nur für verwehte Haare, sondern vorab im Bernbiet auch für zwei Leichtverletzte und einige Schäden gesorgt.

Sturmtief Bennet ist am Montag in zwei Wellen von West nach Ost über die Schweiz gezogen. Zwei leichtverletzte Personen und die meisten Schäden vermeldete das Bernbiet. Im Laufe der kommenden Nacht dürfte der Wind merklich nachlassen.

Den ganzen Montag über hielt das Sturmtief Bennet Teile der Schweiz in Atem. Nachdem bereits am Morgen der Südwestwind mit Spitzengeschwindigkeiten von 100 Kilometern in der Stunde und mehr über exponierte Lagen, wie den Bantiger bei Bern oder den Üetliberg in Zürich hinweggefegt war, wurde es zwischenzeitlich ruhig.

Es gab Aufhellungen, teils gar Sonne, hiess es bei Meteonews auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Am späten Nachmittag nahm Bennet dann erneut Anlauf: "Beim Wind ist Ähnliches zu erwarten, wie bereits am Morgen", hiess es dazu bei Meteonews. Niederschläge seien indes kein grosses Thema.

Zwar gab es Schauer, doch bei der aktuell herrschenden trockenen Luft, mit einer Feuchtigkeit von nur 70 bis 80 Prozent am Boden, verdunstete ein Grossteil des Regens, bevor er auf dem Boden ankam. Im Laufe der Nacht dürfte nach Angaben der Meteorologen eine allmähliche Beruhigung einsetzen und der Wind abflauen.

Die stärkste Böe wurde am Montag auf dem Jungfraujoch mit 151 km pro Stunde gemessen. Gefährlicher waren aber die Böen mit 130 km pro Stunde in Egolzwil LU.

Bernbiet mit den meisten Schäden

Im Bernbiet wurden als Folge der Sturmböen zwei Personen leicht verletzt. Der Lenker eines Lieferwagens erlitt leichte Verletzungen, als ein Baum auf sein Fahrzeug stürzte, und eine Frau wurde von einem herumfliegenden Gegenstand getroffen.

Darüber hinaus blockierten umgestürzte Bäume mehrere Strassen. Gegenstände wurden herumgewirbelt, zum Beispiel Baustellen-Signalisationen. Auch fielen Ziegel von den Dächern. Bis am Nachmittag waren bei der Berner Kantonspolizei 80 Meldungen eingegangen.

Im solothurnischen Neuendorf kamen fünf Mitarbeitende auf einer Baustelle mit dem Schrecken davon. Eine Windböe hatte den Gerüsttreppenturm erfasst, der an einer freistehenden hohen Betonmauer fixiert war. Der Turm knickte auf den Auslegearm eines Betonlastwagen ab und die Bauarbeiter mussten sich mit einem Höhenrettungs-Hubwagen von einer rund 30 Meter hohen Plattform holen lassen.

Im Aargau erhielt die Kantonspolizei gegen 40 Meldungen über abgeknickte Äste, umgestürzte Bäume und weggeblasene Dachziegel. Personen wurden nicht verletzt. Weiter nach Osten hat sich Bennet laut Meteonews abgeflacht. Bis am Nachmittag wurden etwa aus Graubünden oder Glarus keine Windschäden vermeldet.

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