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Sturm Burglind fällte einen Viertel der Jahres-Holznutzung

Flächendeckende Schäden gab es nur in wenigen Kantonen, wie zum Beispiel hier in einem Waldstück bei Kestenholz SO. (Archivbild)

Flächendeckende Schäden gab es nur in wenigen Kantonen, wie zum Beispiel hier in einem Waldstück bei Kestenholz SO. (Archivbild)

1,3 Millionen Kubikmeter Holz hat der Wintersturm Burglind Anfang Januar zu Boden geworfen. Das entspricht einem Viertel der Menge, die normalerweise in einem Jahr abgeholzt wird.

Da die gefallenen Bäume die Jahresnutzung nicht überstiegen, sei das Ereignis - im Gegensatz zum Sturm Lothar im Jahr 1999 - nicht von nationaler Bedeutung, teilte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Donnerstag mit. Der Bund sehe deshalb keine zusätzlichen Massnahmen vor.

Gemäss einer Umfrage des Bafu fällte Burglind in den meisten Kantonen nicht flächendeckend Bäume, sondern es gab sogenannte Streuschäden: Dabei fielen dem Sturm nur einzelne Bäume oder Gruppen zum Opfer. Am meisten betroffen waren die Wälder im Mittelland und am Jurasüdfuss: In den Kantonen Bern, Luzern und Solothurn gab es denn auch grössere Flächenschäden.

Das Bafu geht davon aus, dass die durch den Sturm umgeworfene Holzmenge aufgerüstet und vermarktet werden kann. Viele regulär geplante Holzschläge dürften in den betroffenen Gebieten zurück gestellt werden, damit der Markt aufnahmefähig bleibe.

Noch sei nicht klar, wie viel Sturmholz im Wald liegen gelassen werde und wie viel auf den Markt komme. Erfahrungen aus den Stürmen Lothar und Vivian hätten gezeigt, dass Stürme Licht und Totholz im Wald schafften und das wiederum hab sich positiv auf die Biodiversität ausgewirkt.

Hingegen könnte sich im Frühling der Borkenkäfer zu einem Problem werden: Denn er vermehre sich besonders gut auf frisch gefallenem Frischholz.

Die Aufräumarbeiten hätten zwar bereits begonnen, würden aber durch den vielen Schnee und die Lawinengefahr behindert, hiess es weiter. Ausserdem mussten sie wegen des Sturms Evi unterbrochen werden. Der Bevölkerung empfiehlt das Bafu, auf Waldspaziergänge zu verzichten und sich an die Signalisationen der Forstdienste zu halten.

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