Hochwasserschutz

«Sture Haltung der Gegnerschaft»

Fritz Hausherr: «Eggenwil braucht einen tauglichen, fundierten Hochwasserschutz».

Fritz Hausherr: «Eggenwil braucht einen tauglichen, fundierten Hochwasserschutz».

Fritz Hausherr (65) hält das Hochwasserschutzprojekt der Gemeinde Eggenwil für sehr solide und nachhaltig. Kritik weist er zurück.

Lukas Schumacher

Fritz Hausherr ist verärgert. Mit Kopfschütteln reagiert er auf die Kampagne der Gegner des Hochwasserschutzvorhabens Eggenwil. «Im Vorfeld der Referendumsabstimmung an der Urne verbreitet die Gegnerschaft dreiste Behauptungen», sagt der langjährige frühere Präsident der Ortsbürgerkommission Eggenwil. Einerseits werde das sehr solide, fundierte Hochwasserschutzvorhaben «Offenlegung Ibisguetbach» schlecht gemacht. Andererseits werfe man dem Gemeinderat aus unerfindlichen Gründen Sturheit vor.

«Stur und unvernünftig verhält sich einzig die Gegnerschaft», betont Hausherr, «während sich die Gemeindebehörde flexibel gezeigt und das ursprüngliche Projekt verfeinert hat.» Um den Landverbrauch zu verringern, sei ein geringerer Abstand des Lichtwellenkabels ausgehandelt worden.

«Eindeutig beste Lösung»

Hausherr gehörte, gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern, einer 40-köpfigen Arbeitsgruppe an, in der auch Fachingenieure und Fachleuten des Kantons mitwirkten. Die Arbeitsgruppe habe acht Hochwasserschutz-Variantenprojekte sehr seriös und unter grossem Aufwand überprüft. «Dabei schnitt die Offenlegung des Ibisguetbachs eindeutig am besten ab. Dies bezüglich Kosten, Nutzen und Machbarkeit.»

Klar durchgefallen sei die von den Referendumsinitianten vorgeschlagene Variante «Hochwasser bei Rütistrasse ins frei Feld auslaufen lassen, eine Leitungsentwässerung in Ypsilon-Form oben bei Kustergasse erstellen und die Leitung übers Schulhausareal bis zum Junebach führen». Dass die Gegnerschaft diese untaugliche Variante jetzt nochmals als einzig richtige anpreise, sei unverantwortlich, gibt Hausherr zu verstehen.

Das liebe Geld

Fritz Hausherr will auch mit Blick auf die Gemeindefinanzen Gegensteuer zur Kampagne der Gegner geben: «Bei der Umsetzung gewähren Kanton und Bund nur dem offiziellen Projekt finanzielle Unterstützung, nicht aber dem Vorhaben der Referendumsinitianten. Die Gemeinde hätte in diesem Fall sämtliche Kosten zu tragen, und dies für ein sehr fragwürdiges Vorhaben.»

Falls das Gemeindeprojekt am 27. September abgelehnt werde, zeichne sich aber ein anderes, wenig verheissungsvolles Szenario ab: «Dann müssten die Eigentümer der privaten und öffentlichen Gebäude, die hochwassergefährdet sind, auf eigene Rechnung für geeignete Schutzvorkehrungen an ihren Liegenschaften sorgen.»

Auch die Gemeinde käme nicht um eine schöne Stange Geld herum. Sowohl das Schulhaus als auch das Gemeindegebäude stehen im hochwassergefährdeten Gemeindegebiet.

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