Lernstress
Studie zeigt: Schon Mittelschüler greifen zu Gehirndoping

Schüler stehen unter Dauerstress. Eine Studie aus dem Kanton Zürich zeigt nun erstmals, dass bereits 15-Jährige wiederkehrend zu Medikamenten greifen, um den Leidensdruck zu bewältigen.

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Nur noch mit der Pille zum Erfolg? (Symbolbild)

Nur noch mit der Pille zum Erfolg? (Symbolbild)

Keystone

Insgesamt konsumieren 21 Prozent der Schüler, wie die Studie ergab, regelmässig verschreibungspflichtige Medikamente, um ihre geistige Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Monique Portner-Helfer von Sucht Schweiz zeigt sich im aktuellen SonntagsBlick vom hohen Anteil der Schüler «überrascht»: «Dass so viele Mittelschüler während ihrer Ausbildung und in der Freizeit zu Medikamenten greifen, ist besorgniserregend.»

Experten wie der Jurist Bernhard Rütsche (47) fordern deshalb Regeln und griffige Kontrollmechanismen: «Heute sind die Ärzte weitgehend auf sich allein gestellt, wenn sie entscheiden müssen, ob die Verschreibung der Mittel im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht erfolgt», so Rütsche. Leitlinien des Ärzteverbands FMH zum Thema gebe es nicht. «Auf jeden Fall braucht es dringend klare Vorgaben zur Abgabe», sagt Rütsche.