Rassismus

Studie zeigt Diskriminierung von Muslimen in der EU

Muslime vor einer Moschee (Archiv)

Muslime vor einer Moschee (Archiv)

Viele Muslime fühlen sich in der EU diskriminiert, zeigen Benachteiligungen aber nur selten an. Gemäss einem Bericht der EU-Agentur für Grundrechte (FRA) gab ein Drittel der befragten Muslime an, in den vergangenen zwölf Monaten diskriminiert worden zu sein.

Mehr als jeder Zehnte berichtet, Opfer einer rassistisch motivierten Straftat geworden zu sein, heisst es in der in Madrid veröffentlichten Studie. Aber nur eine Minderheit meldet Diskriminierungen oder Übergriffe der Polizei oder Hilfsorganisationen.

Als Grund wird meist angegeben, dass die verantwortlichen Stellen ohnehin nichts unternähmen und eine Meldung die Mühe nicht lohne. Die FRA fordert in dem Bericht, dass das Rechtssystem in der Praxis für alle Opfer von Rassismus zugänglich sein müsse.

Gemäss der Studie führen die Muslime Diskriminierungen in erster Linie auf ihre Hautfarbe und ethnische Zugehörigkeit zurück. Das Tragen traditioneller oder religiöser Kleidung scheint dagegen eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, die Diskriminierung beruhe allein auf ihrer Religion.

Die Studie ist Teil einer EU-weiten Erhebung zu Erfahrungen mit Diskriminierungen und rassistisch motivierten Straftaten. Dazu waren 23 500 Immigranten und Angehörige ethnischer Minderheiten befragt worden.

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