In der ersten Phase der Hauptstudie werden Niederschlags- und Abflussszenarien vorbereitet, der genaue Projektperimeter definiert und die Schlüsselstellen bestimmt. Bei letzteren handelt es sich um jene Stellen, die besonders durch Interaktionen und Kettenreaktionen der Prozesse betroffen sind, die bei einem Hochwasserausgelöst werden.

In der zweiten Phase werden diese Prozesse, ihre Interaktionen und ihre Auswirkungen vertieft untersucht. Berücksichtigt werden dabei auch Erosion, Gerinneverlagerung, Geschiebeablagerung, Rutschungen, Verklausung und Dammbrüche. Erste Ergebnisse in Form von Gefahrenszenarien sollen bis 2018 vorliegen.

Ziel sei die Ausarbeitung einheitlicher Grundlagen für die Beurteilung der Gefahren im Zusammenhang mit seltenen und extremen Hochwasserereignissen an der Aare, teilte das BAFU am Dienstag mit. Die untersuchten Szenarien betreffen Hochwasser, wie sie einmal in 10'000 Jahren vorkommen könnten.

Die am Dienstag lancierte Studie bildet den Hauptteil des Projekts "Grundlagen Extremhochwasser Aare-Rhein (EXAR)". Daran arbeiten seit 2013 das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt für Energie (BFE), das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS).