E-Government

Studie ortet Ressourcen-Mangel in der Verwaltung

Elektronischer Geschäftsverkehr schweitert an Personalmangel (Symbolbild)

Elektronischer Geschäftsverkehr schweitert an Personalmangel (Symbolbild)

Immer mehr Menschen möchten den Geschäftsverkehr mit den Behörden elektronisch abwickeln können. Trotz steigender Nachfrage kommt das sogenannte E-Government in der Schweiz aber nur schleppend in Gang. Eine Studie ortet das Problem im Finanz- und Personalmangel der Verwaltungen.

Vielerorts sei der Ausbau der E-Government-Angebote geplant, schreiben die Autoren vom Forschungsinstitut gfs.bern in der von der Staatsschreiberkonferenz und vom Informatikorgan des Bundes bestellten Studie. Die Umsetzung scheine aber zu stocken, heisst es in einem Communiqué des Finanzdepartements vom Donnerstag.

Die Gründe dafür seien vielschichtig. Unter anderem fehlten in den Kantonen und Gemeinden nach wie vor personelle und finanzielle Ressourcen, um E-Government-Vorhaben umzusetzen. Als Hürde wird auch der steigende Zeit- und Verwaltungsaufwand für die Durchführung solcher Vorhaben genannt.

Gefragt seien nun Lösungen - wie etwa der elektronische Identitätsnachweis SuisseID. Eine Mehrheit der von den Forschern befragten Angehörigen von Gemeinde-, Kantons- und Bundesverwaltungen seien der Meinung, dass die SuisseID dem E-Government neuen Schwung verleihe.

Entwicklungen erwarten die Befragten auch im Zusammenhang mit den sozialen Plattformen Faceboook, Twitter, Xing oder Internet-Nachschlagewerke und Blogs. Zurzeit fehle es hier aber noch an konkreten Nutzungsideen.

Die e-Government-Studie wird seit 2008 jährlich auf der Basis einer Online-Befragung von Verwaltungsangestellten erstellt. Dank der jährlichen Erhebung können nun auch Trendaussagen generiert werden.

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