Jugend-Strafvollzug

Studie attestiert den Jugendanstalten Arxhof und Uitikon gute Noten

Gruppentherapie im Arxhof (Archiv)

Gruppentherapie im Arxhof (Archiv)

Eine wissenschaftliche Studie attestiert den Massnahmenzentren Arxhof (BL) und Uitikon(ZH) gute Erfolge: Junge Delinquenten, die einen Straf-Aufenthalt durchziehen, werden klar weniger rückfällig als Abbrecher. Falls doch, sind sie weniger gewalttätig.

"Massnahmen" sollen Rückfälle bei 18- bis 25-jährigen Straftätern reduzieren. Die Kriminalitätsrate ist in dieser Altersgruppe zwar hoch, doch Sozialpädagogik hat noch Erfolgschancen.

Den Erfolg der Präventions- und Resozialisationsarbeit hat nun der Arxhof untersucht, der oberhalb Niederdorf im Baselbieter Jura liegt. Die im Zusammenarbeit mit Uitikon gewonnenen Erkenntnisse wurden vor Ort den Medien präsentiert - auch im Sinne einer "Qualitätskontrolle der Massnahmenzentren".

Konkret wurde bei 443 männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Arxhof (219) und Uitikon (224) zwischen 1994 und 2003 verlassen haben, im Strafregister nachgesehen, ob sie seither rückfällig wurden. Knapp die Hälfte waren Schweizer; das Durchschnittsalter lag bei 21 Jahren.

Gemäss diesen Registerauszügen von 2006 und 2007 begingen 45,1 Prozent wieder Verbrechen. Vor ihrer Massnahme hatten die meisten Insassen Taten begangen, auf die Freiheitsstrafen ab drei Jahren stehen. Bezieht man kleinere Delikte bis zum Schwarzfahren mit ein, liegt die Rückfallquote bei 62,5 Prozent.

Die Autoren erläuterten vor den Medien die Erfolge: Nach einer Massnahme weniger rückfällig wurden Personen, die bis zu deren Ende blieben und dort eine Lehre oder Anlehre abschlossen, die mindestens zwei Jahre blieben, die beim Eintritt 20 Jahre und älter waren und die zuvor weniger schwere Delikte begangen hatten.

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