Indien

Strenge Sicherheitsvorkehrungen bei grösster Wahletappe in Indien

In Indien wird stufenweise gewählt

In Indien wird stufenweise gewählt

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat die zweite Phase der Parlamentswahlen in Indien begonnen. Insgesamt waren 200 Millionen Menschen in den zentralen und südlichen Bundesstaaten des riesigen Landes zur Stimmabgabe aufgerufen.

Die Wahl wurde von Hunderttausenden Polizisten geschützt. Anders als vor einer Woche, als maoistische Rebellen 16 Menschen bei Anschlägen töteten, wurden gravierende Zwischenfälle zunächst nicht bekannt.

Unter denen, die ihre Stimme abgaben, war auch Ministerpräsident Manhoman Singh. Der Spitzenkandidat der linksliberalen Kongresspartei wählte in seinem Heimatstaat Assam, wo Separatisten während des Wahlkampfes mehrere Bombenanschläge verübt hatten.

In Umfragen liegt die Kongresspartei vor der hinduistisch-nationalistischen Bharatikya-Janata-Partei (BJP). Allerdings kann keine der beiden grossen Gruppierungen mit einer klaren Mehrheit rechnen, so dass sie bei der Regierungsbildung auf die Unterstützung kleiner Regionalparteien angewiesen sein werden.

Die zweite und umfangreichste der fünf Wahlphasen umfasst ländliche Gebiete ebenso wie die Metropole Bangalore und einige Bundesstaaten, in denen die Maoisten ihre Hochburg haben. Die Linksextremisten lieferten sich zwar Feuergefechte mit der Polizei und kaperten vorübergehend einen Zug, doch hatten die Auseinandersetzungen nicht die Ausmasse wie vor einer Woche.

Die Wahl geht Mitte Mai zu Ende. Wegen der mehr als 700 Millionen Wähler und aus Sicherheitsgründen findet die Abstimmung in mehreren Phasen statt.

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