Atomkrise
Streit um Atomkraft: BKW droht mit Schadenersatzforderung

Falls der Bund Atomkraftwerke vorzeitig abschaltet, drohen ihm Klagen. Die BKW, die Eigentümerin des AKW Mühleberg, prüft jedenfalls prüft bereits, ob aus einem solchen Entscheid Entschädigungsansprüche abgeleitet werden könnten.

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AKW Mühleberg droht mit Klage bei frühzeitiger Abschaltung

AKW Mühleberg droht mit Klage bei frühzeitiger Abschaltung

Keystone

«Sollte der Bund Mühleberg frühzeitig und ohne akute Sicherheitsprobleme vom Netz nehmen, würden wir prüfen, ob daraus Entschädigungsansprüche abgeleitet werden können», sagt Urs Gasche, Verwaltungsratspräsident des Energiekonzerns BKW, der «NZZ am Sonntag».

Nicht akzeptieren würde die BKW laut Gasche die vorzeitige Stilllegung, wenn sie in Reaktion auf die Atomkatastrophe in Fukushima bloss unter politischem Druck zustande käme.

Juristen gehen davon aus, dass Streitigkeiten rund um frühzeitig abgeschaltete AKW vor dem Bundesgericht enden könnten. Wie hoch die Schadensersatzforderungen der AKW-Betreiber wären, ist bisher unklar. Ein Grund dafür ist, dass die Kosten für Stilllegung und Entsorgung von AKW im Moment neu berechnet und gemäss Experten möglicherweise nach oben korrigiert werden müssen. (rsn)