«Weltwoche»-Artikel

Streit in der SVP: Roger Köppel muss sich an Aussprache rechtfertigen

Roger Köppel: Seine «Weltwoche» machte den als Bundesratssprengkandidaten gescheiterten Thomas Hurter zum Mitglied der sogenannten «Weissweinfraktion».

Roger Köppel: Seine «Weltwoche» machte den als Bundesratssprengkandidaten gescheiterten Thomas Hurter zum Mitglied der sogenannten «Weissweinfraktion».

Ein «Weltwoche»-Artikel zum Trinkverhalten von Parlamentariern, in dem Nationalrat Thomas Hurter angegriffen wird, sorgt für Unruhe in der SVP. Hurter und Köppel lieferten sich eine heftige Auseinandersetzung. SVP-Vize Luzi Stamm will schlichten.

Roger Köppel und seine «Weltwoche» sorgen für Unmut in der SVP. Diese Woche hatte das Blatt Nationalrat Thomas Hurter ins Visier genommen. In einem Artikel zum Trinkverhalten während der Sessionen machte die «Weltwoche» den als Bundesratssprengkandidaten gescheiterten Schaffhauser zum Mitglied der sogenannten «Weissweinfraktion».

Diese treffe sich schon vormittags im Bundeshausrestaurant «Galerie des Alpes» zum Umtrunk. Berufspilot Hurter lieferte sich deswegen im Vorzimmer des Nationalratsaals einen heftigen Streit mit Köppel. Dazu befragt erklärt Hurter nur, er habe Köppel gesagt, «dass der Artikel so nicht stimmt und sogar rufschädigend ist».

Jetzt will SVP-Vize Luzi Stamm schlichten. «Ich habe vorgeschlagen, Verletzungen wegen ‹Weltwoche›-Artikeln oder wegen den Bundesratswahlen an der Bad-Horn-Tagung zu bereden», sagt Stamm gegenüber der SonntagsZeitung. 

Schon vor den Bundesratswahlen gab es die Forderung, das Verhältnis mit Köppel und der «Weltwoche» zu klären. Damals war SVP-Nationalrat Maximilian Reimann mit diesem Anliegen im Fraktionspräsidium aber noch abgeblitzt.  

Unklar ist, welcher Artikel damals das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. So behauptete die «Weltwoche» kurz vor den Parlamentswahlen, SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel habe zu Unrecht finanzielle Forderungen von über einer halben Million Franken an den Weltfussvallverband Fifa gestellt. Und seinem Rats- und Fraktionskollegen Felix Müri unterstellte das Blatt, seine Beratungsfirma befinde sich bereits seit zwei Jahren in Liquidation – die Firma hatte aber einem anderen Felix Müri gehört.

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