Indien

Streiks gegen Lebensmittelpreise legen Kolkata in Indien lahm

Indische Frauen gehen gegen steigende Preise auf die Strasse

Indische Frauen gehen gegen steigende Preise auf die Strasse

In Indien hat ein Streik aus Protest gegen die rasant gestiegenen Lebensmittelpreise das Land und vor allem den Bundesstaat Westbengalen nahezu lahmgelegt. In Westbengalen legten tausende Angestellte von Flughäfen und öffentlichen Verkehrsbetrieben ihre Arbeit nieder.

Auch Schulen und Geschäfte blieben geschlossen. Die Stadt Kolkata, das frühere Kalkutta, sehe aus "wie eine Wüste", sagte der Polizeichef des nordwestlichen Bundeslandes der Nachrichtenagentur AFP. Als Vorsichtsmassnahme seien mehr als 10'000 Polizisten im Einsatz.

Zu dem Streik hatten die linksgerichteten Parteien im Parlament und der Gewerkschaftsbund aufgerufen. In den vergangenen zwölf Monaten stiegen die Lebensmittelpreise um rund 20 Prozent, zudem steht die Erhöhung der Treibstoffsteuer in der Kritik, die im Budget veranschlagt wurde.

Dazu stand im Parlament ein Misstrauensvotum an, das die Oppositionsparteien in die Wege geleitet hatten. In der Stadt Lucknow im Norden des Landes brannten Busse, in Hyderabad im Süden gab es Proteste.

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi veranstalteten Mitglieder der Oppositionsparteien einen Sitzstreik auf den Treppen des Parlaments. "Die Aktion ist eine Warnung an die Regierung", sagte ein Gewerkschaftssprecher. "Die Regierung muss alle nötigen Schritte unternehmen, die Preise für Grundnahrungsmittel zu senken."

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