Die Anzeige richtet sich gegen Unbekannt. Das sagen Kommissionspräsident Hans Läubli und Staatsanwaltschaftssprecherin Corinne Bouvard der "NZZ am Sonntag".

Zur Anzeige geführt hatte ein Artikel in der letzten Ausgabe der "Schweiz am Sonntag". Diese berichtete über die Zahlungen der Zürcher Jugendanwaltschaft an die Sozialfirma Riesen Oggenfuss. Die Firma betreute in den letzten Jahren für die Jugendanwaltschaft Jugendliche, unter anderen "Carlos" und eine junge Frau in sogenannten Sondersettings.

Straftäter Carlos: Zürcher Justizdirektor steht hinter der Spezialbehandlung

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Die Information der "Schweiz am Sonntag" war zwar nicht besonders brisant und für die politische Aufarbeitung des Falls unbedeutend, unterstand aber dem Amtsgeheimnis. Davon gewusst hatten zuvor nur die elf Mitglieder der Justizkommission und Personen aus der Justizdirektion unter Regierungsrat Martin Graf (gp.), wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. Zur Justizdirektion gehören auch die Oberjugendanwaltschaft unter Marcel Riesen (svp.) sowie die Jugendanwaltschaften des Kantons.