Mettauertal
Stimmbeteiligung in der neuen Gemeinde Mettauertal nur 23 Prozent

Im Kanton Aargau nutzten durchschnittlich etwas mehr als 41 Prozent der Bevölkerung die Möglichkeit, die Abstimmungsergebnisse mit einem Ja oder Nein zu den einzelnen Vorlagen zu beeinflussen. Nicht so in der neuen Gemeinde Mettauertal.

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Das prozentuale Kantonsmittel entspricht in etwa auch jenem des Fricktals. Mit einer grossen Ausnahme im Bezirk Laufenburg: Im Mettauertal waren es lediglich etwas mehr als 23 Prozent der Stimmberechtigten, die den Ausgang der Abstimmungen mitgeprägt haben.

Woran mag das gelegen haben? Sind die Menschen hier nach den vielen Verhandlungen rund um den Zusammenschluss der fünf Gemeinden Etzgen, Mettau, Oberhofen, Wil und Hottwil zu Mettauertal etwas abstimmungsmüde? Sind die Wege zu den Abstimmungslokalen weiter?

«Die Urnen waren in allen Ortsteilen offen. Die briefliche Stimmabgabe konnte via Gemeindebriefkasten in Oberhofen und mittels Postweg genützt werden. Wir haben den Stimmberechtigten auch ein separates Informationsblatt mit den Abstimmungsunterlagen zugestellt», erklärt Gemeindeverwalter Florian Wunderlin.

«Wir haben den Stimmberechtigten empfohlen, die Unterlagen bis zum Dienstag der Post zu übergeben.» Dies wurde auch berücksichtigt, denn verspätete Abstimmungscouverts sind bis Montag keine auf der Mettauertaler Gemeindeverwaltung eingetroffen.

Die geringe Beteiligung mag aber auch damit zusammenhängen, dass keine lokalen Abstimmungen stattgefunden haben. Dass dies von Bedeutung ist, verdeutlicht Zeihen. Hier haben rund 58 Prozent der Stimmberechtigten ihre Abstimmungsunterlagen abgegeben. Die Zeiher lehnten die lokalen Vorlagen zur Ausarbeitung von Zusammenschlussverträgen mit den Nachbargemeinden ab. (SH)

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