In der Verordnung ist geregelt, wie viel Stillzeit im ersten Lebensjahr des Kindes als bezahlte Arbeitszeit angerechnet werden muss. Bei einer täglichen Arbeitszeit von bis zu 4 Stunden sind es mindestens 30 Minuten, bei mehr als 4 Stunden mindestens 60 Minuten und bei mehr als 7 Stunden mindestens 90 Minuten.

Bisher wurde für die Anrechenbarkeit der Stillzeit als Arbeitszeit zwischen Stillen im Betrieb und ausserhalb des Betriebs unterschieden. Diese Unterscheidung wird nun aufgehoben, wie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) schreibt.

Die Änderung der Verordnung steht in Zusammenhang mit dem Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über den Mutterschutz, welches das Parlament genehmigt hat. Der Bundesrat kann nun das Übereinkommen ratifizieren. Abgesehen von der Entlöhnung der Stillzeiten entspricht die Schweizer Gesetzgebung den Anforderungen.