Schweiz

Stickstoff-Emissionen der Landwirtschaft sind immer noch zu hoch

Die Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft führen zu Überdüngung und Versauerung. (Symbolbild)

Die Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft führen zu Überdüngung und Versauerung. (Symbolbild)

Die Stickstoffbelastung der Natur ist in der Schweiz in den letzten Jahren nur wenig gesunken. Dafür sind vor allem Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft verantwortlich.

(dpo) Der Stickoxid-Ausstoss des motorisierten Verkehrs ist in den letzten zwei Jahrzehnten um rund einen Drittel zurückgegangen. Trotz dieser Entwicklung sind die natürlichen Lebensräume in der Schweiz weiterhin einer sehr hohen Stickstoffbelastung ausgesetzt, wie die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene (EKL) des Bundes am Freitag mitteilte.

Das liegt vor allem daran, dass die landwirtschaftlichen Ammoniak-Emissionen auf «zu hohem Niveau» stagnieren. Ammoniak entsteht laut EKL vor allem bei der Nutztierhaltung. Auf die Überdüngung und Versauerung reagieren insbesondere Wälder, artenreiche Naturwiesen, sowie Hoch- und Flachmoore empfindlich.

Weitere Fortschritte notwendig

Die Kommission kommt zum Schluss, dass die technisch möglichen Massnahmen in der Landwirtschaft bisher nicht ausgeschöpft worden seien. Nun müssten konkrete Massnahmen folgen, so die EKL. So erwartet die Kommission Fortschritte bei emissionsarmen Stallsystemen sowie bei der Nutztierhaltung.

Diese Massnahmen sollen bereits eingeleitete Schritte in der Luftreinhalte-Verordnung und die Botschaft zur Agrarpolitik 2022+ des Bundesrates ergänzen, wie es weiter heisst.

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