Steve Jobs: «Jedes Handy hat seine Schwachstellen»
Steve Jobs: «Jedes Handy hat seine Schwachstellen»

Nach Klagen vieler Kunden über Empfangsprobleme beim neuen iPhone hat Apple-Chef Steve Jobs Fehler eingeräumt. Am Fahrplan hält er aber fest. Ab 30. Juli gibt es das Gerät auch in der Schweiz. Eine Gratis-Schutzhülle soll die Problem lösen.

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"Steves Brillanz, seine Leidenschaft und Energie waren der Quell zahlloser Innovationen, die das Leben von uns allen bereichern und verbessern", erklärte der Verwaltungsrat des Unternehmens.
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Jobs war 2004 an einer seltenen Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt.
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"Steves Brillanz, seine Leidenschaft und Energie waren der Quell zahlloser Innovationen, die das Leben von uns allen bereichern und verbessern", erklärte der Verwaltungsrat des Unternehmens.

Keystone

Das iPhone 4 macht seit Wochen nur noch von seinen Empfangsproblemen reden. Apple-Boss Steve Jobs gab heute nun erstmals zu, dass das Problem existiert. Gravierend ist es in seinen Augen aber nicht. «Wir sind nicht perfekt, Telefone auch nicht», so Jobs.

Seit die Empfangsprobleme vor 22 Tagen erstmals aufgetaucht seien, werde an der Behebung des Problems gearbeitet, sagte Jobs. 100 Millionen will er dafür aufwerfen, 18 Spezialisten wurden aufs Problem angesetzt.

So schlimm könne das Ganze auch gar nicht sein, immerhin habe sich das Gerät bereits über drei Millionen mal verkauft. Zudem hätten andere Smartphones hätte Empfangschwierigkeiten, wenn man es an bestimmten Stellen halte. Das würden Apple-interne Tests zeigen. Er nannte als Beispiele das BlackBerry Bold 9700, HTC Droid Eres und dem Samsung Omnia II.

Aple-Chef spielt das Problem herunter

Jobs war bemüht, das Problem, dass als Antennagate die Runde macht, herunterzuspielen. Nach internen Daten des Apple-Partners AT&T sei im Vergleich zum Vorgängermodell iPhone 3GS die Rate der Verbindungsabbrüche nur um ein Prozent gestiegen. Das sei weniger als ein Gespräch von 100. Jobs führte dies darauf, dass Apple die «Bumper»- Schutzhüllen nicht in ausreichender Stückzahl habe liefern können.

Während beim iPhone 3GS 80 Prozent aller Geräte zusammen mit einer Schutzhülle verkauft worden sein, habe die Rate beim iPhone 4 wegen der Lieferprobleme nur 20 Prozent betragen.

Laut Daten von AppleCare hat sich lediglich 0,55 Prozent aller iPhone 4-Nutzer über Empfangsprobleme beschwert. 1,7 Prozent der neuen Generation des iPhones wurden bisher zurückgegeben. Beim Modell 3GS seien es immerhin sechs Prozent gewesen, sagte Jobs.

Traut Jobs der Problemlösung nicht?

Der Apple-Boss traut diesen Versicherungen offenbar selbst nicht so recht. Zu einen hat Apple bereits am Donnerstag einen Software-Flicken bereit gestellt. Er soll einen Code mit einer «verbesserten Formel zur Berechnung der für die Signalstärke angezeigten Balken».

Zum gibt Apple allen iPhone 4-Käufern bis zum 30. September gratis eine Schutzhülle ab. Wer bereits eine Hülle gekauft hat, bekommt das Geld zurück. Käufer können das Geräte, falls nicht beschädigt, innert 30 Tagen zurückgeben.

Apple war in den vergangenen Tagen wegen der Berichte über mögliche Empfangsprobleme beim iPhone 4 unter Druck geraten. So rutschte die Aktie am Donnerstag unter die Schwelle von 250 Dollar. Jobs wertete die Berichte in den Medien und im Web als «völlig unverhältnismässig», da sie sich nicht mit den Erfahrungen der Kunden deckten. (rsn)

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