Alois Winiger

Man erinnert sich: Im Dezember vergangenen Jahres wollte der Gemeinderat die Budgetgemeindeversammlung davon überzeugen, den Steuerfuss von 95 auf 105 Prozentpunkte zu erhöhen. Die Möglichkeit, die Millionen aus dem Elektraerlös für die Deckung des Defizits der Laufenden Rechnung einzusetzen, sei in wenigen Jahren ausgeschöpft. Dann wäre die Erhöhung der Steuern umso einschneidender. Die Versammlung entschied sich jedoch für 99 Prozentpunkte.

Einsicht kam in der Klausur

Diese Ausgangslage habe sich nicht verändert, wurde in der Gemeinderatssitzung bei der ersten Lesung des Budgets 2010 gesagt, doch war man sich damals nicht einig darüber, ob man an der kommenden Budgetgemeindeversammlung schon wieder eine Steuererhöhung traktandieren soll.

Bei der Sitzung vom vergangenen Montag allerdings herrschte Einigkeit: «Der Steuerfuss muss heraufgesetzt werden.» Der Vorschlag lautet auf 107 Prozentpunkte. Zu diesem Schluss kam der Rat in seiner Klausursitzung zum Budget 2010. Der Finanzplan 2009 bis 2015 diente dabei als Basis.

Immerhin habe man das Defizit für die Laufende Rechnung von anfänglich 5,4 auf 4,6 Mio. Franken herunterdrücken können. Verkleinern lasse sich das Defizit aber nur durch mehr Steuereinnahmen. Der Gemeinderat hat sich auch überlegt, wie er dem Stimmvolk die erneute Steuererhöhung schmackhaft machen will: Am Mittwoch, 25. November, lädt er zu einem Informationsanlass ein - und zwar parteiübergreifend.

Im Weiteren hat der Gemeinderat die Stellvertretungen beim Kader der Gemeindeverwaltung geregelt: Pascal Estermann, Leiter Verwaltung, der erstmals an der Sitzung teilnahm, vertritt Rolf Niederer, Leiter Finanzen, und umgekehrt. Estermann vertritt zudem Dominik Jenni, Leiter Bau.