Steuerstreit
Steuerfahnder will trotz Haftbefehl weitere Daten kaufen

Trotz Strafbefehl will ein deutscher Steuerfahnder weiterhin Bankdaten über Kunden aus seinem Land sammeln. Das Finanzministerium will sich an den Kosten dafür beteiligen.

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Deutschland will weiterhin Daten über Bankkunden sammeln (Symbolbild)

Deutschland will weiterhin Daten über Bankkunden sammeln (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

Der Steuerfahnder aus Deutschland verhandle derzeit über weitere Datenpakete, wie der «Spiegel» am Karfreitag berichtete. Für die rund 1000 Datensätze verlangen die Anbieter 2 Mio. Euro, heisst es. Der deutsche Bundesfinanzminister wolle sich an den Kosten zur Hälfte beteiligen.

Vergangene Woche stellte die Schweizer Bundesanwalt Haftbefehle gegen drei deutsche Steuerfahnder aus und löste damit in der Schweiz und vor allem im nördlichen Nachbarland eine heftige Kontroverse aus.

Die Massnahmen der Bundesanwaltschaft überschneiden sich zeitlich mit dem Abschluss eines Steuerabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz. (cze)

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