Militär

Stationierungskonzept der Luftwaffe bleibt unverändert

FA-18-Kampfjet der Schweizer Armee

FA-18-Kampfjet der Schweizer Armee

Die Schweizer Luftwaffe wird mehr Lärm produzieren - egal, welche neuen Kampfflugzeuge sie beschafft. Dies sagte Armee-Chef André Blattmann an der Konferenz der Militär- und Zivilschutzdirektoren MZDK in Herisau.

Durch klar definierte Sommerpausen wolle die Armee versuchen, die betroffene Bevölkerung etwas zu schonen, sagte der Korpskommandant. Laut Bunderat Ueli Maurer will die Luftwaffe weiterhin an den vier Jetflugplätzen Emmen, Meiringen, Payerne und Sitten festhalten.

Der Flugbetrieb mit Kampfjets wird in Dübendorf nicht wieder aufgenommen. Es werde aber geprüft, Dübendorf als Basis für Helikopter und Flächenflugzeuge zu behalten. Dübendorf sei die einzige Luftwaffenbasis in der Ostschweiz, von der praktisch bei allen Verhältnissen Einsätze geflogen werden können, sagte Blattmann.

Gastreferent Ueli Maurer sprach unter anderem zum Thema Ordonnanzwaffe. Die Waffe solle weiterhin mit nach Hause gegeben werden. Missbräuche müssten aber eingeschränkt werden.

Ausserdem wolle die Armee die Möglichkeit bieten, dass Dienstpflichtige ihre Waffe freiwillig, kostenlos und ohne Begründung in den Zeughäusern abgeben könnten. Möglicherweise werde diese Aufbewahrungspflicht den Kantonen übertragen, sagte Maurer.

Willi Scholl, Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz informierte über die Revision des Bundesgesetzes über den Bevölkerungs- und Zivilschutz. Es brauche eine bessere Ausbildung.

Der Urner Regierungsrat Josef Dittli ist zum neuen Präsidenten der MZDK gewählt worden. Er tritt die Nachfolge des Aargauers alt Regierungsrates Ernst Hasler an, der Ende März in den Ruhestand getreten ist.

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