Staffelegg: Verkehrskritiker machen die Faust im Sack

Während 30 Tagen hatte die Bevölkerung in den Staffeleggtalgemeinden die Möglichkeit, am öffentlichen Mitwirkungsverfahren zu den Entwürfen des Kommunalen Gesamtplans Verkehr Ideen und Vorschläge einzubringen. Mit lediglich acht Eingaben war das Interesse aber nur sehr schwach.

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Verkehrskritiker: Faust im Sack?

Verkehrskritiker: Faust im Sack?

Walter Christen

Die Frist der öffentlichen Auflage ist dieser Tage verstrichen und die Ausbeute als eher mager zu bezeichnen: Acht Eingaben wurden insgesamt eingereicht. Auf den ersten Blick ein sehr geringes Interesse am aktuellen Thema. Machen die Verkehrskritiker im Staffeleggtal etwa die Faust im Sack?

«Von mangelndem Interesse kann man so nicht unbedingt sprechen», hielt der Herznacher Gemeindeschreiber Harry Wilhelm gegenüber der AZ fest: «Vielmehr muss man sagen, dass die Informationsveranstaltung am 27. Januar in Herznach ja sehr gut besucht war und viele Einwohnerinnen und Einwohner aus unseren drei Gemeinden damals anscheinend genügend Auskünfte erhalten haben, sodass sie nun auf die Beteiligung am Mitwirkungsverfahren verzichtet haben. Zudem handelt es sich bei dieser verkehrsplanerischen Thematik um ein relativ kompliziertes Verfahren.»

Fünf Eingaben in Herznach

Konkret gab es in Herznach fünf unterschiedliche Eingaben. Schwerpunktmässig wurden Anliegen vorgebracht, die den öffentlichen Verkehr betreffen. Unter anderem wurde bedauert, dass der Nightliner (Bus) von Aarau her abgeschafft wurde. Auch mit der Verkehrssituation bei der Kreuzung im Dorfzentrum gibt man sich nicht zufrieden, und ferner wurde der Schülerlotsendienst thematisiert.

Die generelle Verkehrssituation auf der Staffeleggstrasse beschäftigt die Leute in den Talgemeinden, weil niemand weiss, wie sich die Eröffnung des Staffeleggzubringers auf der Aarauer Seite auf die Fahrzeugfrequenzen, vor allem auf den Lastwagenverkehr, auswirken wird. Nämlich mit der Befürchtung, dass mehr (Strassen-)Lärm zu erwarten sein dürfte, befasste sich die einzige Ueker Eingabe im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens: Schutzwände, ein Kreisel im Dorf, bessere Fussgängerverbindungen und Radwege sowie die Optimierung des Postautofahrplans sind weitere Stichworte aus der Eingabe.

Eine Einzel- und eine Sammeleinsprache gab es in Densbüren. Verlangt wurden darin mehr Sicherheit für Fussgänger und die Steigerung der Attraktivität des Lebensraums in den Quartieren. Moniert wurde, dass generell zu schnell gefahren werde.

Am nächsten Montag trifft sich die aus Vertretern von allen drei Gemeinden zusammengesetzte Arbeitsgruppe, die sich mit der Verkehrsplanung befasst, zu einer weiteren Besprechung.