Staffeleggstrasse

Staffelegg: Es drohen 60 Lastwagen mehr pro Tag

Das Tor zum Staffeleggtal: Lastwagen ausserhalb von Frick unterwegs beim Ueker Damm. (chr)

Die Transitroute wird attraktiver

Das Tor zum Staffeleggtal: Lastwagen ausserhalb von Frick unterwegs beim Ueker Damm. (chr)

Der neue Zubringer macht die Transitroute zwischen Aarau und Frick deutlich attraktiver. Einige Anwohner befürchten, dass schon bald 560 Lastwagen täglich über die Staffelegg rollen könnten. Andere sehen das gelassen und glauben nicht, dass die Camioneure ihre Routen so schnell ändern werden.

Walter Christen

«Wenn die Lastwagenfahrer merken, dass sie bequemer von der Region Aarau auf dem neuen Zubringer über die Staffelegg bis zur Autobahnauffahrt in Frick gelangen, werden sie diese Route ganz bestimmt vermehrt befahren», betonte ein Votant an der Informationsveranstaltung über die kommunalen Gesamtpläne Verkehr der Staffeleggtalgemeinden in Herznach. «Denn die Strasse zählt zu den internationalen Transitrouten. Das ist mitunter auch ein Grund, weshalb wir von Gemeindeseite her unmöglich ein Fahrverbot für Lastwagen erwirken können», hielt der Sprecher weiter fest.

Fricktalisches Verkehrsproblem

Ein anderer Versammlungsteilnehmer nahm den Faden auf und stellte fest: «Es ist zu befürchten, dass der Lastwagenverkehr massiv zunehmen wird nach Eröffnung des Zubringers in diesem Jahr. Es fahren jetzt schon sehr viele Lastwagen durch das Staffeleggtal und somit durch unsere Dörfer, vor allem auch solche mit ausländischen Kontrollschildern. Diese fahren schnell und haben entsprechend lange Bremswege.

Warum macht man die Autobahnausfahrt in Frick für Transitlastwagen in Richtung Staffelegg nicht einfach dicht?» Ein weiterer Votant bemerkte: «Eigentlich sollte die entsprechende Signalisation schon bei der neuen Autobahnzollstelle in Rheinfelden angebracht werden. Es handelt sich nämlich um ein fricktalisches Verkehrsproblem und nicht um eines von Ueken, Herznach und Densbüren.»

Der Ueker Gemeindeammann Martin Deiss gab zu bedenken, dass die mit der Europäischen Union (EU) getroffenen Abkommen eingehalten und ausländische Lastwagen nicht diskriminiert werden dürfen. «Bezüglich eines Fahrverbots für den Transitgüterverkehr über die Staffelegg gab es einen Vorstoss im Grossen Rat, der jedoch verworfen wurde. Jetzt müssen wir in unseren Gemeinden einfach mit der Situation umgehen und eine optimale Umsetzung der kommunalen Gesamtpläne Verkehr erwirken», sagte Gemeindeammann Deiss.

«60 Lastwagen mehr pro Tag»

Thomas Belloli vom Büro Belloli, Raum- und Verkehrsplanung, Aarau , hielt an der Orientierung in Herznach fest: «Täglich fahren heute zirka 500 Lastwagen durch das Staffeleggtal. Prognostiziert sind nach Eröffnung des Staffeleggzubringers etwa 60 Lastwagen mehr pro Tag. Der gesamte Mehrverkehr dürfte im Bereich von 10 Prozent liegen und wird somit nur wenig zunehmen.»

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