Grundstückkauf für Schulbauten

Staffelbach plant für die Zukunft

Am 5. Juni entscheiden die Stimmbürger aus Staffelbach, ob der Gemeinderat die Möglichkeit eines Grundstück-Kaufs für spätere Schulbauten weiterverfolgen soll. Zur Diskussion stehen zwei Varianten: Restaurant Rössli oder die sogenannte «Hübscherwiese».

Barbara Vogt

Das Restaurant Rössli Staffelbach ist seit einiger Zeit geschlossen; die Eigentümer, die Geschwister Dora Spahr und Rudolf Spahr müssen den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und tragen sich mit dem Gedanken, das Grundstück zu verkaufen. Dies machte den Gemeinderat hellhörig und er trat mit den Restaurantbesitzern in Kontakt. Er hat besonderes Interesse am Grundstück, weil es an die bestehenden Schulanlagen grenzt und sich für eine Arrondierung eignen würde. Die Idee des Gemeinderates: Die Einwohnergemeinde würde die unüberbaute Landfläche für allfällige spätere Schulbauten, die Ortsbürgergemeinde das Restaurant Rössli erwerben.

Viele Vereine im Rössli

Damit hätte die Gemeinde Staffelbach zwei respektive drei Fliegen auf einen Schlag: Weiterführung des traditionellen Gasthofs und Landreserve für Schulraum. Ausserdem hätte sie freie Hand, wenn es einmal darum ginge, das Schulareal weiter zu überbauen, da die bestehenden Schulanlagen an das Restaurant angrenzen. «Ein Projekt für neue Schulbauten besteht nicht», betont Gemeindeschreiber Marco Landert. «Aber wir denken an die nächsten Generationen.» Staffelbach ist unter anderem Standort für die ersten und zweiten Klassen der Kreisschule Oberstufe Oberes Suhrental.

Der Gemeinderat könnte sich vorstellen, dass die Ortsbürgergemeinde das «Rössli» kaufen und weiterverpachten würde. Dasselbe würden mit den zwei im Restaurant integrierten Wohnungen passieren. Der Gasthof sei bei den Vereinen beliebt, insbesondere wegen dem Säli. «Ein ähnlicher Saal gibt es im Dorf nicht», sagt Landert. Auf Wunsch des Gemeinderates hat ein Architekt das «Rössli» und die unüberbauten Flächen separat geschätzt: Parzellen mit Gebäuden 932 000 Franken, unüberbaute Parzellen 684 000 Franken.

Nur ein Projekt weiterverfolgen

Die Behörde hat noch eine weitere Möglichkeit, wie er das Schulgelände arrondieren könnte: mit der Hübscherwiese, die südlich der Schulen und des Gemeindehaus liegt. Die Eigentümerin Eliane Hübscher aus Oberentfelden hatte der Einwohnergemeinde bereits 2004 ein zehnjähriges Vorkaufsrecht des Landes eingeräumt, jetzt steht das Land zum Verkauf. Der Gemeinderat liess ebenfalls eine Verkehrswertschätzung ausarbeiten, diese wird laut Gemeindeschreiber an der Gmeind vom 5. Juni erläutert. Beide Varianten (Restaurant Rössli oder Hübscherwiese) würden sich für eine Arrondierung des bestehenden Schulareals eignen, findet die Behörde. Aus finanziellen Überlegungen würde man später nur eines der beiden Objekte weiterverfolgen.

Doch bis es soweit ist, dauert es noch eine Weile. An der bevorstehenden Versammlung möchte der Gemeinderat erst einmal wissen, was die Bevölkerung aus Staffelbach überhaupt von seinen Ideen hält. «Finden die zwei Varianten keine Zustimmung, müssen wir gar nicht weiterverhandeln», so Marco Landert. Aus diesem Grund wird eine Konsultativabstimmung durchgeführt; daraus soll hervorgehen, welches der beiden Landgeschäfte der Gemeinderat weiterverfolgen soll.

Neues Kommunalfahrzeug?

An der Gemeindeversammlung geht es auch um den Kauf eines Kommunalfahrzeuges für 185 000 Franken. Die Fassade des Gemeindehauses soll für 52 000 Franken renoviert werden. Der Souverän legt die Besoldungen der Gemeinderäte für die Amtsperiode 2010/13 fest und genehmigt den Konzessionsvertrag zwischen der Einwohnergemeinde Staffelbach und der IBAarau Strom AG. Im Rahmen einer Treueprämie wurde der Gemeinde Staffelbach Aktien oder eine Barzahlung von 180 840 Franken angeboten. Die Behörde hat sich für die Variante Barzahlung ausgesprochen.

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