Schweiz

Ständeratskommission schickt «Ehe für alle» in Zusatzschlaufe – Aktivisten geben sich zuversichtlich

Werbeaktion von LGBTIQ-Organisationen für die «Ehe für alle» am Valentinstag 2019 in Bern.

Werbeaktion von LGBTIQ-Organisationen für die «Ehe für alle» am Valentinstag 2019 in Bern.

Die Rechtskommission des Ständerats schickt die «Ehe für alle» in eine Zusatzschlaufe. Dabei soll die Vorlage generell und insbesondere im Bereich Adoption und Fortpflanzungsmedizin vertieft geprüft werden.

(sat) Wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten, hat die Kommission für Rechtsfragen des Ständerats als Zweitrat mit der Beratung der Vorlage begonnen. Allerdings verlangt die Rechtskommission vor der weiteren Debatte zusätzliche Abklärungen. In einer Stellungnahme zeigt sich das Komitee «Ehe für alle» enttäuscht über die Verschiebung. Die Vertreter der Lesben, Schwulen und Regenbogenfamilien blieben jedoch zuversichtlich, dass die Rechtskommission «am Ende für die vollständige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren ausspricht», heisst es in der Mitteilung weiter.

Die «Ehe für alle» geht zurück auf eine Parlamentarische Initiative von Kathrin Bertschy (GLP/BE). Diese verlangt eine Öffnung der Ehe für alle Paare unabhängig von der Geschlechterzusammensetzung. Der Nationalrat hat der «Ehe für alle» in der Sommersession mit 132 zu 52 Stimmen bei 13 Enthaltungen zugestimmt. Er hat sich dabei auch für die Öffnung der Samenspende für lesbische Paare ausgesprochen.

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