Mehr als die Teuerung der letzten zehn Jahre wird damit aber nicht ausgeglichen. Die Kosten für die Herstellung einer Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft steigt in zwei Schritten von heute 1,2 auf 1,65 Rappen ab 2015. Wie viel die Konsumentinnen und Konsumenten davon spüren werden, ist unklar.

Für die Gebirgskantone ist die Erhöhung dagegen ein wichtiger Zuschuss. Sie erheben den Wasserzins als Abgeltung für die Wassernutzung durch die Stromwirtschaft. Die rund 5 Millionen Kilowatt wasserzinspflichtige Leistung spült den Kantonen jährlich insgesamt rund 400 Millionen Franken in die Kasse.

Die parlamentarische Initiative seiner Umwelt- und Energiekommission (UREK) zur massvollen Erhöhung des Wasserzinses überwies der Ständerat aber ohne Gegenstimme. Der Vorstoss sieht die Anpassung der Obergrenze in zwei Schritten vor: von heute 80 auf 100 Franken ab Ende 2010 und auf 110 Franken in den Jahren 2015 bis 2019.

Weiter gehende Vorschläge waren schon in der Kommission gescheitert. Dazu gehört die Koppelung an den Konsumentenpreisindex, welche die Gebirgskantone gefordert hatten. Auch der Vorschlag, auf gestautem Wasser wegen der höheren Wirtschaftlichkeit einen Zuschlag zu erheben, kam über die Diskussion in der Kommission nicht hinaus.