SVP

Stadtratswahlen: SVP kampflustig

Volkspartei «erstaunt» über FDP Aarau und Rohr, die den vakanten bürgerlichen Sitz selber verteidigen wollen.

Die SVP Aarau-Rohr unterstützt die freisinnigen Kandidaten nicht, wenn die FDP Volkspartei-Frau Regina Jäggi nicht zur Wahl am 27. September empfiehlt.

Mitte März beauftragten die Aarauer und Rohrer Freisinnigen den Parteivorstand, sich auf die Suche nach einem Kandidaten für die Stadtratswahlen zu machen. Man beschloss, den dritten FDP-Sitz des zurücktretenden Ruedi Zinniker zu verteidigen, und nominierte die Bisherigen Marcel Guignard und Lukas Pfisterer. Eine allfällige Nomination soll am 18. Juni stattfinden.

Jetzt setzt die SVP Aarau-Rohr ein Warnzeichen. Sollte die FDP der SVP-Kandidatin Regina Jäggi ihre Unterstützung versagen, ziehe man «den Alleingang (. . .) ernsthaft in Betracht», steht in einer Medienmitteilung. Dass die Freisinnigen über die Kandidatur Jäggi geteilter Meinung sind, habe man mit «grossem Erstaunen» zur Kenntnis genommen. Mit «Kopfschütteln» reagiert die SVP «auf die Art und Weise, wie die FDP mögliche Allianzen im Kampf für eine bürgerliche Stadtregierung leichtfertig aufs Spiel setzt». Man scheue sich nicht, «den Kampf um den vakanten FDP-Sitz aufzunehmen, wenn wegen mangelnder Unterstützung der FDP kein bürgerliches Mehrheitspaket geschnürt werden kann».

Die Gesamterneuerungswahlen in den siebenköpfigen Aarauer Stadtrat für die Amtsperiode 2010-13 finden erstmals gemeinsam mit Rohr statt. Aarau und Rohr fusionieren Anfang 2010.

Regina Jäggi, Gemeindeammann in Rohr, soll gemäss SVP «Gewähr dafür bieten, dass Rohr von der riesigen Aarauer Verwaltung nicht einfach einverleibt wird». Zudem würde die SVP neu in die Stadtregierung ziehen.

Jäggis Chancen dürften angesichts ihrer Herkunft nicht schlecht und dank dem freien Sitz gestiegen sein - erst recht, wenn die FDP keinen valablen Namen aus dem Hut zaubert. (trö)

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