Wie Stadtpolizeikommandant Philippe Hotzenköcherle vor den Medien erklärte, gelang es der Polizei insgesamt, eine Nachdemo zu verhindern und damit den Auftrag des Stadtrats zu erfüllen. Es sei zu sehr wenigen Sachbeschädigungen gekommen. Auch eine Störung des Festes auf dem Zeughausareal konnte verhindert werden.

Was ihm seit Jahren Angst mache seien die umherfliegenden Steine und Flaschen und dergleichen. Kurz vor 20 Uhr sei es denn auch zum Unfall gekommen. Der Steinwerfer sei festgenommen worden. Ob der 17-Jährige als Passant, Gaffer oder Randalierer unterwegs war, sei noch nicht geklärt.

Beat Oppliger, Einsatzleiter der Stapo, zeigte sich zufrieden mit dem Polizeieinsatz. Von "Krawalltouristen" seien die Polizeikräfte massiv mit Gegenständen beworfen worden. Ein Polizist wurde leicht verletzt.

Bis zum Abend wurden laut Oppliger rund 250 Personen festgenommen. Die Polizei blieb auch nach der weitgehenden Beruhigung der Lage mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

Stadtrat Andres Türler sagte in Anspielung auf den Unfall, er frage sich, was noch alles passieren müsse, bis die Randalierer die Gefährlichkeit und Sinnlosigkeit ihres Handelns einsähen. Schlussendlich schadeten sie bloss dem Ansehen des 1. Mai.

Dank dem unmissverständlichen und disziplinierten Durchgreifen der Polizeikräfte seien grössere Ausschreitungen und Sachbeschädigungen verhindert worden.

Solothurn und Aargau: 1. Mai-Kundgebungen ohne Zwischenfälle

In Olten nahmen rund 120 Personen am Umzug teil. In Solothurn beteiligten sich rund 350 Demonstranten, darunter einige vermummt. Während des Umzugs kam es in Solothurn zu kleineren Sachbeschädigungen und Sprayereien. Die Umzüge wurden von der Stadtpolizei begleitet.
In Hofstetten-Flüh fanden sich etwa 50 Teilnehmer zur 1.Mai-Kundgebung zusammen.

Die insgesamt acht 1. Mai-Feiern, zu denen die Gewerkschaften und die SP aufgerufen haben, verliefen ohne Zwischenfälle. Zur Gewährung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit standen Kräfte der Kantonspolizei im Einsatz, unterstützt durch die Regionalpolizeien.

Basel: «Saubannerzug» mit massiven Sachbeschädigungen

Am Samstag, 1.5.2010, 21:30 Uhr, versammelten sich auf dem Barfüsserplatz zwischen 100 und 120 Personen und zogen, nachdem sie sich
vermummt hatten, als «Saubannerzug» via Streitgasse, Freie Strasse zum Marktplatz.

Vor dem Polizeiposten Clara schleuderten Zugsteilnehmende Farbbeutel, Stühle, Fahrräder und Steine gegen das Gebäude und schliesslich wurde ein Molotow-Cocktail in den Eingangsbereich des Clarapostens geschleudert, so dass dieser augenblicklich in Vollbrand stand und erst durch die zugezogene Feuerwehr gelöscht werden konnte.