Stadthalle soll Neubau weichen

Vier Projekte für eine neue Laufenburger Stadthalle standen zur Wahl. Jenes von Brandenberger Kloter Architekten aus Basel ging als Sieger hervor. Der Neubau ist auf der oberen Geländeterrasse im südöstlichen Teil der Parzelle geplant.

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Stadthalle soll Neubau weichen

Stadthalle soll Neubau weichen

Knapp fünfzig Interessierte fanden den Weg in die Aula Blauen, wo der Stadtrat Laufenburg über den Stand der Arbeiten am Projekt Stadthalle informierte. Stadtammann Rudolf Lüscher hielt in seiner Begrüssungsadresse kurz Rückschau auf die Leidensgeschichte der 80-jährigen Stadthalle. Im Sommer 2008 wurde im Rahmen einer Referendumsabstimmung ein Sanierungskredit von 4,3 Millionen Franken abgelehnt. Der Stadtrat setzte darauf eine Kommission ein, welche das weitere Vorgehen erarbeiten sollte.

Für 600 Personen

René Leuenberger, Präsident der «Kommission Stadthalle 21» erläuterte die Rahmenbedingungen für die Planungsarbeiten: Die Stadthalle muss über ein Platzangebot für 600 Personen bei Konzertbestuhlung und für 450 Personen bei Bankettbestuhlung verfügen. Das noch zu bearbeitende Parkplatzkonzept für die Stadt ist einzubeziehen, weshalb lediglich insgesamt 75 Parkplätze vorzusehen sind. In die Planung sollte zudem der Neubau der Annexbauten für das Schwimmbad (Garderoben, Kiosk, Kassahäuschen) Eingang finden.

Vier Projekte standen zur Wahl

Zur Lösung dieser Aufgabe wurden vier Architekturbüros zu einem Projektwettbewerb eingeladen. Die Fachjury mit den Architekten Massimo Laffranchi, Yves Stump und Urs Schweizer beurteilte die eingereichten Arbeiten. Urs Schweizer, Vorsitzender der Fachjury, erläuterte die vier Projekte. Das Büro Ernst Architekten, Rüti ZH, machte als einziges den Vorschlag einer fest eingebauten Bühne. Vogel Architekten, Rheinfelden, schlagen einen Neubau mit dreieckigem Grundriss im westlichen Arealteil vor. Das Büro Walker, Brugg, belässt die bestehende Halle und baut diese zu einem modernen Gebäude aus.

Als Wettbewerbssieger ging das Projekt von Brandenberger Kloter Architekten aus Basel hervor. Diese planen den Neubau auf der oberen Geländeterrasse im südöstlichen Teil der Parzelle. Die Halle ist zweiseitig belichtet und verspricht ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die mobile Bühne kann bei Bedarf eingebaut werden. Das Projekt werde auch den städtebaulichen Anforderungen vollumfänglich gerecht. Die Kosten belaufen sich auf rund 4,1 Millionen Franken. Nicht berücksichtigt sind dabei die Schwimmbadbauten, für die mit einem weiteren Aufwand von gut 800000 Franken zu rechnen ist.

Ungelöste Parkplatzfrage

In der anschliessenden Diskussionsrunde gab die Parkplatzfrage am meisten zu reden. Lediglich 75 Parkplätze für eine Halle dieser Grössenordnung genügten nicht, wurde von verschiedener Seite bemängelt. Kommissionspräsident Leuenberger wies darauf hin, dass mehr Parkplätze an sich problemlos zu schaffen wären, nur müsste dann mit zusätzlichen Kosten zwischen zwei bis vier Mio. Franken gerechnet werden. Stadtammann Rudolf Lüscher erachtet es als wenig sinnvoll, mit teurem Geld Parkplätze zu bauen, die dann zumeist leer stehen. Er verwies auf das sich in Bearbeitung befindende Parkplatzkonzept. Hier müssten die Bedürfnisse der geplanten Stadthalle einfliessen. (dds)