Stadtammann

Stadtammann-Lohn um 30 Prozent erhöht

Der neue Bremgarter Stadtammann wird fortan 87 500 statt 65 000 Franken im Jahr verdienen. Die Entschädigungen der anderen Stadtrats-Mitglieder werden sanft angepasst. Die Gemeindeversammlung beschloss zudem, den Hang beim Waageplatz wieder der Bauzone zuzuteilen.

Lukas Schumacher

Im Vorfeld der Gemeindeversammlung hatte der vorgeschlagene, markante Salär-Anstieg für den Statammann Bremgarten zu reden gegeben. An der Versammlung indes meldete sich überraschenderweise niemand zu Wort. Bei 124 Ja gegen 7 Nein kamen die neuen Entschädigungen der Amtszeit von 2010 bis 2013 klar durch.

So sieht die neue Lohnliste aus: Stadtammann 87 500 (bisher 65 000), Vizeammann 29 750 (27 000), Stadträte je 26 250 (23 000). Im Weiteren wird dem fürs Sozialwesen zuständigen Stadtrat neu eine Zulage von 3500 Franken im Jahr gewährt. Die bisherige Zulage fürs Bauressort entfällt.

Raymond Tellenbach kandidiert

Ende 2009 tritt der amtierende Stadtammann Robert Bamert (CVP) nach vier Ammann-Jahren zurück. Am Rande der Gemeindeversammlung war zu hören, dass sich Stadtrat Raymond Tellenbach (FDP) fürs Stadtammann-Amt bewerben wird. Tellenbach hat sich in einer parteiinternen Ausmarchung gegen seinen Stadtratskollegen Mathias Meyer durchgesetzt.

Die Stadtammann-Wahlchancen des 55-jährigen, beruflich selbstständigen Wirtschaftsinformatikers Raymond Tellenbach stehen sehr gut. Tellenbach gehörte sechs Jahre der Bremgarter Finanzkommission an und arbeitet seit 2006 im Stadtrat mit. Er zeichnet zuständig fürs Ressort Umwelt und Verkehr, für die Entsorgung, die Gemeindewerke, den Unterhalt von Anlagen und öffentlichen Gebäuden sowie für die Badanlage Isenlauf.

Aus der Grünzone gekippt

Der Ortsbürger-Hang am Waageplatz soll wieder der Bauzone zugeschlagen werden. Mit 114 Ja gegen 34 Nein beschloss die Gemeindeversammlung, ein Umzonungsverfahren einzuleiten, um den Hang aus der Grünzone zu kippen. Chancenlos war zuvor ein von Anwohner Andreas Witschi gestellter Rückweisungsantrag geblieben. Die von ihm verlangte Rückweisung des Geschäfts scheiterte bei 116 Nein gegen 23 Ja. Witschi hatte den Entscheid über die Zonenzuteilung des Hangs auf die nächste Gemeindeversammlung vertagen wollen.
Ohne Gegenstimme kam der Ausbau des Feuerwehrgebäudes zu Kosten von 199 000 Franken durch. Einhellig Ja sagte die Versammlung auch zur gut ausgefallenen Verwaltungsrechnung 2008 und zu 6 Kreditabrechnungen. Die 13 Einbürgerungsgesuche fanden sehr deutlich Zusitmmung, der Anteil der Nein-Stimmen lag zwischen 0 und 6. An der Bremgarter Gmeind nahmen 156 der 3968 Stimmberechtigten teil.

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