Sozialfall

Stadt Zürich zahlt «Carlos» eine Notwohnung – auch sein Vater zieht ein

Carlos in einem Screenshot aus der Sendung ''Reporter'' des SRF (Archivbild).

Carlos in einem Screenshot aus der Sendung ''Reporter'' des SRF (Archivbild).

Die Rundumbetreuung des verurteilten Messerstechers hat Schlagzeilen gemacht, weil sie 29'000 Franken pro Monat kostete. Das teure Sondersetting für «Carlos» (18) ist mittlerweile aufgelöst. Doch Carlos ist weiter auf den Staat angewiesen.

Wie der "SonntagsBlick" aus gut informierten Kreisen weiss, stellt ihm die Stadt Zürich eine Notwohnung mit drei Zimmern zur Verfügung. Auch sein Vater, ein pensionierter Architekt, wird mit einziehen. Rund 160 Notwohnungen unterhält die Stadt Zürich derzeit.

«Es handelt sich dabei um Wohnungen mit sehr bescheidenem Ausbaustandard», sagt Michael Rüegg, Sprecher des Sozialdepartements. Die Wohnungen sind für Familien mit unterhaltspflichtigen Kindern gedacht, die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Im Fall «Carlos» zeigt sich Zürich also weiterhin grosszügig. Das Sozialdepartement der Stadt  wollte zu den Recherchen nicht Stellung nehmen.

«Carlos» postet unterdessen in sozialen Netzwerken Bilder von sich – in Kampfpose mit Samurai-Schwert, am Hauptbahnhof Zürich. Die Kantonspolizei prüft nun, ob sich «Carlos» damit strafbar gemacht hat.  

Der zweite Dok-Film des SRF über den Fall Carlos:

Carlos, zweite Dok

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