Das von dem Zürcher Finanzvorstand Martin Vollenwyder präsentierte Budget rechnet mit leicht höheren Gesamteinnahmen von 7,65 Milliarden Franken und leicht tieferem Aufwand von 7,85 Milliarden Franken. Grund für die andauernde finanzielle Schieflage sind die um 207 Millionen Franken geringeren Unternehmenssteuern.

Der geringere Steuerertrag werde aber erfreulicherweise zum Teil kompensiert durch Zunahmen bei den Steuern natürlicher Personen (plus 115 Millionen) sowie Zugewinnen bei den Quellensteuern (plus 20 Millionen) und bei den Grundstückgewinnsteuern (plus 25 Millionen). Dadurch konnte ein noch grösseres Defizit verhindert werden.

Seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahre 2008 schreibt die Stadt Zürich rote Zahlen. 2008 resultierte ein Defizit von 179,3 Millionen, für das laufende Jahr rechnet die grösste Schweizer Stadt mit minus 180 Millionen Franken. Mit dem erneuten Defizit für 2010 dürfte sich bis 2010 das Eigenkapital von 782,3 Millionen im Jahre 2008 auf rund 400 Millionen Franken halbieren.

Dennoch habe die Stadt für 2010 aus konjunkturpolitischen Gründen bewusst auf Sparprogramme verzichtet. Und auch die fast unverändert hohen Nettoinvestitionen von 1,09 Mrd. Franken (Vorjahr 1,16 Mrd.) versteht der Stadtrat ausdrücklich als Konjunktur stützende Massnahme.