Wasser

Stadt Delsberg verbietet wegen Wassermangel Autowäsche

Zwei Leute am Auto waschen (Archiv)

Zwei Leute am Auto waschen (Archiv)

Wegen Wassermangel hat die Stadt Delsberg das Autowaschen bis auf weiteres verboten. Selber hat sie die öffentlichen Brunnen abgestellt - auch die Fontäne beim Bahnhof. Zudem will sie künftig private Schwimmbecken besteuern, um die Leute zu sensibilisieren.

Stadtpräsident Pierre Kohler sprach von "drastischen Massnahmen" um den Wasserverbrauch zu senken. Nicht einmal im extrem trockenen Hitzesommer 2003 war die jurassische Kantonshauptstadt so weit gegangen. Das Autowasch-Verbot gilt unter Bussenandrohung auch für Waschanlagen.

Pflanzen zu bewässern wird vorerst nicht untersagt; die Bevölkerung soll laut Kohler jedoch Trinkwasser sparen. Das sei kein Alarmismus, sondern die Quellen der Stadt seien schwach, und auch der Grundwasserpegel sei derzeit sehr tief.

Konkret plant die Stadtregierung eine Swimming-Pool-Steuer von zehn Franken pro Kubikmeter Becken im Jahr. In Delsberg hat es rund 200 private Schwimmbecken. Sie will überdies den Wasserpreis erhöhen.

Am Dienstag waren unterhalb Delsberg in der Baselbieter Birs Fische gestorben, als der sommerlich niedrige Wasserpegel kurzfristig rund 25 Zentimeter abgesackt war. Die Ursache wird noch gesucht.

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