Gemäss Fahrplan sollte die Baubewilligung für das neue Fussballstadion, das Eisstadion, die Curlinghalle und die drei Trainingsplätze im Bieler Bözingenfeld seit Ende September 2008 vorliegen. Auf die Baupublikation gingen letztes Jahr jedoch mehrere Beschwerden ein. Unter anderem wehrte sich der VCS gegen das Fahrtenkontingent.

Und die Migros erinnerte an ihr Rückkaufsrecht für ein Landstück. Damit wollte die Migros verhindern, dass in der Mantelnutzung auch Detailhandelsflächen realisiert werden. «Wir hatten vor etwa drei Wochen ein Gespräch mit der Stadt und anderen Personen», sagte am Mittwoch Migros-Sprecher Thomas Bornhauser.

Jetzt warte man ab, wie es weitergeht. «Die Vermutung ist richtig, dass wir auf dem Rückkaufsrecht beharren, wir wollen keine Detailhandelsflächen in den Stadien.» Der Migros die Schuld für die Verzögerung zuzuschieben, verglich Bornhauser mit dem Schwarz-Peter-Spiel.

HRS lässt Verfahren sistieren

Detail-Verkaufsflächen hat laut Migros der von der Stadt Biel mit der Realisierung beauftragte Totalunternehmer Hauser Rutishauser Suter (HRS) vorgesehen. Was HRS dazu sagt, konnte gestern nicht in Erfahrung gebracht werden. CEO Martin Kull war nicht erreichbar.

Auf Anfrage erklärte jedoch Christian Pfäffli, Stellvertreter des Bieler Regierungsstatthalters, HRS habe die Sistierung des Bewilligungs-Verfahrens für maximal sechs Monate beantragt. «HRS hat und erklärt, sie brauche mehr Zeit für die Bereinigung der Einsprachen», sagte Pfäffli.

Auf Juni-Session verschoben

Ärger gabs für die Stadt Biel Mitte März, als die Steuerungskommission (SK) den vom Regierungsrat beantragten Unterstützungsbeitrag aus dem Lotteriefonds von 24,5 auf 12 Millionen Franken halbierte. Am Mittwoch setzte der Grosse Rat das Geschäft diskussionslos von der Traktandenliste ab. «Es gab plötzlich Unklarheiten bei der Berechnung», sagte SK-Präsident Heinz Siegenthaler (Rüti) im Gespräch mit dem Grenchner Tagblatt.

Die SK habe ihren Antrag auf die Abstimmungsbotschaft der Stadt Biel abgestützt. Darin sei die Rede von 12 Millionen Franken gewesen. «Stadtpräsident Hans Stöckli erklärte uns, das seien die Nettokosten», so Siegenthaler. Nun wolle die SK die aufgetauchten Fragen überprüfen und das Geschäft in der Juni-Session wieder bringen.