Mohammed-Schmähungen

Staatssekretär Rossier: Schweizer Botschaften sind nicht in Gefahr

Polizeischutz vor der Schweizer Botschaft in Teheran

Polizeischutz vor der Schweizer Botschaft in Teheran

Die Schweizer Vertretungen in den arabischen Ländern sind durch die dortigen Proteste wegen des antiislamischen Schmähvideos nicht gefährdet. Diese Ansicht vertritt der Staatssekretär des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Yves Rossier.

Wie Rossier gegenüber der Zeitung "La Liberté" sowie der Mediengruppe "Arc Presse" sagte, befürchtet er keine "besonderen" Aktionen gegen die diplomatischen Vertretungen der Schweiz im arabischen Raum. Die Sicherheit der Vertretung werde durch den jeweiligen Staat sichergestellt, sagte Rossier und führte als Beispiele den Iran und Tunesien auf.

Auf die Kundgebung vor der Schweizer Botschaft in Teheran, die auch die amerikanischen Interessen vertritt, hätten die iranischen Sicherheitskräften "sehr gut" reagiert, wird der Staatssekretär zitiert.

In Tunesien wiederum sei ein Sicherheitsdispositiv rund um die ausländischen Vertretungen postiert worden, darunter auch jene der Schweiz. Der tunesische Minister für Menschenrechte habe ihn am Donnerstag bei einem Besuch in Bern in seiner Ansicht bestärkt, sagte Rossier.

Die Proteste in der arabischen Welt richten sich in erster Linie gegen die USA, wo das Schmähvideo produziert wurde. Nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einem französischen Satire-Magazin richtet sich die Wut aber auch gegen Frankreich. Alleine am Freitag starben bei Ausschreitungen in Pakistan mehr als 20 Menschen.

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