Untersuchung

Staatsanwalt befragt Rebecca Ruiz wegen umstrittenem Arbeitsvertrag

Die Waadtländer Staatsrätin Rebecca Ruiz (SP), hier vor dem Sitz der Kantonsregierung, muss der Staatsanwaltschaft Auskunft geben. (Archivbild)

Die Waadtländer Staatsrätin Rebecca Ruiz (SP), hier vor dem Sitz der Kantonsregierung, muss der Staatsanwaltschaft Auskunft geben. (Archivbild)

Die Waadtländer Staatsrätin Rebecca Ruiz muss wegen eines umstrittenen früheren Arbeitsvertrags bei der Staatsanwaltschaft antraben. Die Sozialdemokratin soll in den nächsten Wochen als Auskunftsperson angehört werden.

Die Befragung finde im Rahmen einer im März von verschiedenen Seiten angestrengten Untersuchung statt, teilte der Kanton Waadt am Donnerstag mit. Der Staatsrat habe Ruiz in dieser Sache vom Amtsgeheimnis befreit, wie sie es gewünscht habe.

Die Kläger beschuldigen Ruiz beziehungsweise die frühere Waadtländer Erziehungsdirektorin Anne-Catherine Lyon neben der Urkundenfälschung auch der ungetreuen Amtsführung und der Vetternwirtschaft. Demnach soll Ruiz von 2013 bis 2014 von einem ungewöhnlichen Arbeitsvertrag profitiert haben.

Die Kriminologin war vom Kanton an einer Sekundarschule als Lehrerin angestellt, obwohl sie nie unterrichtet hat und über keine entsprechende Ausbildung verfügte. Die damals zuständige Departementsvorsteherin Lyon war eine Parteikollegin von Ruiz. Auch Lyon wird von der Staatsanwaltschaft als Auskunftsperson angehört.

Die 37-jährige Ruiz war im Frühling als Nachfolgerin von Pierre-Yves Maillard, dem neuen Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds, in die Waadtländer Regierung gewählt worden.

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