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SRG-Direktor Ruedi Matter: «Nirgendwo auf der Welt zahlen die Leute für Nachrichten»

In der Sendung «Talk Täglich» nimmt Moderator Markus Gilli SRG-Direktor Ruedi Matter in die Mangel. Dieser erklärt, wo die SRG Fehler gemacht hat und warum die SRG bei Annahme der Initiative nicht mehr existieren kann.

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«Ohne solidarische Finanzierung durch Gebühren gibt es die SRG nicht mehr», erklärt SRG-Direktor Ruedi Matter, der sich in der Sendung «Talk Täglich» den Fragen von Moderator Markus Gilli stellt. Das sehe man auch an den Schweizer Privatsendern. «Ihr macht zwar euren Job im Grossraum Zürich sehr gut», sagt er zu Gilli, «aber ihr macht im Wesentlichen pro Tag eine Stunde neues Programm.»

Im Gegensatz dazu mache, so Matter, die SRG mit den 1,6 Milliarden Franken ein Programm in vier Landessprachen im Radio, im Fernsehen und online produziert.

Informationen kosten

Der SRG-Direktor räumt denn auch ein, dass man früher darüber hätte sprechen müssen, was die SRG alles mache, warum man es mache und was die Bedeutung des gebührenfinanzierten Fernsehens und Radios sei. «Rund 600 Millionen werden in Informationen investiert.»

«Hat die SRG nicht total verschlafen, eine neue Basis zu schaffen, bei der die Leute nur noch bezahlen müssen, was sie konsumieren?», will Gilli von Matter wissen. «Im kleinen Markt Schweiz geht das nicht», ist dieser überzeugt. «Die SRG gibt es nur durch die solidarische Finanzierung. Alle grossen Schweizer Firmen, etwa in der Pharma- oder Maschinenindustrie, leben nur vom Export ins Ausland.»

Auch zum «Plan B» des Gewerbeverbands nimmt Matter Stellung: «Mir fällt auf, dass bei diesem Vorschlag 200 bis 400 Millionen Subventionen an die SRG vorgesehen sind. Gleichzeitig unterstützt ein Grossteil des Gewerbeverbands eine Initiative, die in der Verfassung Subventionen verbieten will.» Auch das Pay-TV Modell sieht er kritisch. Die Leute seien bereit, für Sport und Filme zu bezahlen, aber nicht für Nachrichten: «Nirgendwo auf der Welt funktioniert das.» (kob)