«Trans*-Policy»
SRF ändert Vorschriften wegen «Transen»-Witz von Giacobbo/Müller

Weil sich Viktor Giacobbo und Mike Müller über Transmenschen lustig gemacht haben, passt Schweizer Radio und Fernsehen SRF seine Sprachregelung an.

Drucken
Teilen
Mike Müller und Viktor Giacobbo bekommen manchmal Probleme mit ihrer Wortwahl.

Mike Müller und Viktor Giacobbo bekommen manchmal Probleme mit ihrer Wortwahl.

srf

Die Satiriker bezeichneten sie als «Transen» und mokierten sich über ihre Toilettenbesuche. Dafür wurden sie von SRG-Ombudsmann Roger Blum gerügt.

Nun darf das Transgender­Network Schweiz (TGNS) eine Richtlinie ausarbeiten, wie künftig bei SRF über Transpersonen gesprochen werden soll.

Darauf einigten sich Vertreter des Netzwerks und von SRF diese Woche. «Wir werden diese Liste entgegennehmen und prüfen, welche Begriffe wir in der Berichterstattung aufnehmen können», sagt SRF-Sprecherin Andrea Wenger in der «NZZ am Sonntag».

Zudem wird in den publizistischen Leitlinien das Diskriminierungsverbot auf die Geschlechtsidentität ausgeweitet. Für TGNS-Sprecher Urs Sager ist das «ein genialer Erfolg», wie er sagt.

Mike Müller hingegen steht einer solchen «Trans*-Policy» skeptisch gegenüber. Diese gelte wohl für Informationssendungen, nicht aber für Satire, sagt er.

Aktuelle Nachrichten