Welschenrohr
Spricht Bundesrat Maurer an der Bundesfeier?

Die 1.-August-Feier, Kredite für eine Brücke über die Dünnern und eine Trennwand beschäftigten den Einwohnergemeinderat Welschenrohr. Aber auch eine samstägliche Beerdigung.

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Anton Strähl

Für die 1. August-Feier 2009 hatte die SVP-Fraktion den Auftrag, für einen Festredner besorgt zu sein. Wie Jürg Übelhart erklärte, hat die Ortspartei mit Bundesrat Ueli Maurer diesbezüglich Kontakt aufgenommen. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass der Magistrat einen Abstecher nach Welschenrohr unternehmen werde, wenn ein Zeitfenster dies ermögliche.

Bedingung sei allerdings, dass die Feier am Vortage, also am 31. Juli stattfinde. Bis Ende der Woche werde man Bescheid erhalten. Der Gemeinderat will sich eine solche Begegnung nicht entgehen lassen und hat darum beschlossen, im Falle einer Zusage die 1. August-Feier am Vortag durchzuführen und den obligaten Jass am Nationalfeiertag.

Rats-Stenogramm

Im Weiteren hat der Rat
- beschlossen, die Petition gegen die Barriere am Balmberg auch auf umliegende Gemeinden auszudehnen;
- zur Kenntnis genommen, dass die Punktierung des Gemeindelandes im Rahmen der Güterregulierung in Ordnung ist.
- 5400 Franken bewilligt, damit der Geräteraum des Turnvereins mit einer Palisadenwand vom Eingangsbereich abgetrennt werden kann. (asw)

Die Fussgängerbrücke bei der Fabrikgebäude Zbinden PCB, welche das Dorf mit dem Industriegebiet südlich der Dünnern verbindet, ist zu wenig stabil und auch schon vom Hochwasser weggerissen worden. Darum soll sie durch eine stabilere Brücke ersetzt werden. Dem Rat lagen drei Offerten zwischen 15 000 und 18 000 Franken vor.

Er entschied sich für eine Aluminiumbrücke mit Geländer für 15 000 Franken. Sie weist zur Mitte hin eine Steigung von 70 Zentimeter auf, damit auch Schwemmholz durchfliessen kann. Die Realisierung ist aber erst möglich, wenn ein Wegrecht vorliegt.

Keine Beerdigungen mehr am Samstag?

Im Dorf ging ein Information um, wonach die Gemeinde eine Beerdigung am Samstag abgelehnt habe. Gemeindepräsident Stefan Schneider betonte, dass der Entscheid von ihm getroffen worden sei, und nicht vom Gemeindearbeiter. Auch habe dieser nicht in den Ferien geweilt. habe eine Bestattung am Samstag abgelehnt, führte Schneider aus, weil von den Angehörigen geltend gemacht wurde, eine Person könne am Freitag nicht anwesend sein.

Schneider erachtete dies als keinen hinreichenden Grund für eine Verschiebung auf den Samstag. Im Rat wurde die grundsätzliche Frage gestellt, ob in Welschenrohr inskünftig noch Beerdigungen am Samstag stattfinden sollen oder nicht. Das Reglement weise keine solche Beschränkung auf. Die Werkkommission soll nun diese Frage abklären und dem Rat Antrag stellen.

Andreas Rotschi besetzt FdP-Mandat

Gemeinderat und FdP-Ortsparteipräsident Thomas Mägli teilte dem Rat mit, dass die FdP Andreas Rotschi als fünftes Mitglied der Fraktion nachnominieren werde. Er warf zudem die Frage auf, ob SP-Mitglieder in den Kommissionen auch in der neuen Legislatur weiterarbeiten sollen. Seine Partei sei dafür offen. Der Rat hielt fest, dass die Nominierung von Kommissionsmitgliedern Sache der Parteien sei. Schliesslich verabschiedete Stefan Schneider mit Dank die aus dem Gemeinderat ausscheidenden Mitglieder.