Burkertsmatt

Sportzentrum Burkertsmatt kommt ohne Tricks zum Kunstrasen

Burkertsmatt: Kunstrasen passt ins Budget

Burkertsmatt: Kunstrasen passt ins Budget

Rund 800000 Franken kostet der Kunstrasenplatz beim Sportzentrum Burkertsmatt. Deutlich mehr als der zuerst vorgesehene Naturrasen. Dennoch sagt Gemeindeverbandspräsident Peter Spring: «Die Mehrkosten bewegen sich innerhalb des Kreditrahmens.»

Fabian Hägler

«Heute ist ein Kunstrasenplatz bei fast allen neuen Anlagen ganz einfach Standard», sagt Peter Spring, Präsident des Gemeindeverbands Burkertsmatt. Auch beim Sportzentrum auf dem Mutschellen, das nach dem Spatenstich vom 13. Februar im Bau ist, soll das Fussballfeld mit Kunstrasen ausgerüstet werden.

Entscheid noch nicht gefallen

Momentan werden Offerten eingeholt, in ein bis zwei Monaten soll entschieden werden. «Die Tendenz geht in Richtung Kunstrasen, aber derzeit ist noch nichts definitiv», sagt Spring.

Die genauen Mehrkosten gegenüber dem geplanten Naturrasen kann Spring nicht beziffern. «Das hängt von der Variante ab, die gewählt wird», sagt er. Allerdings bestätigt er, dass sich die Kunst-
rasenkosten «in der Grössenordnung von 800000 Franken» bewegen dürften.

Daraus folgen zwei Fragen: Braucht es für den Kunstrasen einen Zusatzkredit? Und müssen die Gemeindeversammlungen von Widen, Berikon und Rudolfstetten darüber entscheiden?

Die Antwort von Spring ist ein zweifaches Nein. «Auch mit den Mehrkosten für den Kunstrasen bewegen wir uns noch immer innerhalb des Kreditrahmens.» Deshalb seien die Beschlüsse der drei beteiligten Gemeinden weiterhin gültig. «Über einen Kunstrasen auf der Burkertsmatt muss keine Gemeindeversammlung abstimmen», sagt Spring.

«Wohler Trick» ist nicht nötig

Vor sieben Jahren wurde in Wohlen über einen Kunstrasen diskutiert. Der nachträgliche Einbau im Sportzentrum Niedermatten verursachte Mehrkosten von rund 540000 Franken. Diese passten nicht in den Kredit, hatten aber in der Marge von +/–10 Prozent Platz, die beim Kostenvoranschlag galt

Der Einwohnerrat genehmigte 2003 auf Antrag von Bruno Bertschi (SVP) diesen finanzpolitischen Trick. Dagegen führte die FDP-Fraktion beim Kanton Beschwerde. Diese wurde gutgeheissen, der Gemeinderat musste einen ordentlichen Zusatzkredit beantragen.

«Das ist bei uns unnötig, die Mehrkosten liegen im Kreditrahmen, und zwar ohne Toleranz», betont Spring.

Meistgesehen

Artboard 1