Unfälle
Sport ist Mord - und in den Bergen ist es besonders gefährlich

In den letzten sieben Jahren ist die Zahl der Todesfälle im Sport kontinuierlich angestiegen. 2011 starben in der Schweiz insgesamt 211 Menschen wegen einer sportlichen Aktivität. Klar an der Spitze stehen die Todesfälle bei Berg-Sportarten.

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Basejumper leben gefährlich (Symbolbild)

Basejumper leben gefährlich (Symbolbild)

Keystone

Das zeigen die neuesten Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), wie der «SonntagsBlick» berichtet. «Der Trend, dass die Leute grundsätzlich mehr Sport machen, ist ja positiv», sagte Daniel Menna von der bfu dem Blatt. Aber: «Wenn sich die Leute überschätzen, wird es schnell gefährlich. Deshalb ist es sehr bedauerlich, dass die Zahl der Todefälle im Sport wieder ansteigt.»

Klar an der Spitze stehen die Todesfälle bei Berg-Sportarten: Beim Bergwandern starben im letzten Jahr 65 Menschen. Das ist die höchste Zahl seit über zehn Jahren. Aber auch beim Bergsteigen, Touren-Skifahren und Schneeschuhlaufen steigt die Zahl der Todesfälle weiter oder bleibt konstant hoch.

Mehr Leute in den Alpen unterwegs

«Früher war Wandern in den Bergen nicht gerade ein trendiges Hobby. Heute beobachten wir, dass vermehrt auch junge Leute in die Berge gehen und verschiedenste Sportarten boomen», sagt Menna. Das heisst, es hat mehr Leute, die in den Alpen unterwegs sind. «Aber die Berge werden ja auch mit mehr Sportlern nicht gefährlicher. Die Vorbereitung und Planung muss sorgfältiger sein», betont Menna.

Nebst den Bergsportarten sind laut der Statistik auch tödliche Unfälle beim Baden und bei der Jagd häufiger. Mit dem schönen Wetter beginnt jetzt auch die Saison der Base-Jumper wieder. Besonders das Lauterbrunnental mit den fast senkrechten Felswänden ist beliebt. 2011 sterben beim Base-Jumping fünf Schweizer.

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