Spital Menziken

Spital Menziken wächst weiter

Blick von der Kirchturmspitze: Das Regionalspital, links der erweiterte Altbau, rechts der Neubautrakt

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Blick von der Kirchturmspitze: Das Regionalspital, links der erweiterte Altbau, rechts der Neubautrakt

In Menziken leistete das Personal im Jahr 2008 im Akutspital 21 000 Pflegetage; die vorhandenen Betten waren zu 97 Prozent ausgelastet. Dauerthema bleibt für die Verantwortlichen der Kampf gegen die steigenden Kosten.

Peter Siegrist

Unfall, Krankheit samt Spitaleinweisung sind für die betroffenen Patienten häufig schwierig und gehören zu den dunklen Seiten des Lebens. In der Jahresrechnung eines Spitals hingegen erscheinen die Patienten und die Pflegetage auf der Erfolgsrechnung. Das Regionalspital Menziken arbeitet zusammen mit dem Spital Leuggern und dem Alters- und Pflegeheim Falkenstein, Menziken, unter dem Dach der Asana-Gruppe.

Das Akutspital Menziken weist im vergangenen Jahr 3517 Austritte aus, nicht eingerechnet die 214 Säuglinge. Damit waren die Menziker Spitalbetten zu 97 Prozent belegt. «Von einer Überkapazität können wir gar nicht sprechen», sagt Beat Füglistaler, Spitaldirektor seit dem 1. Januar. Gegenüber dem Vorjahr ist die Bettenauslastung noch einmal um 5 Prozent gestiegen.

Mehr ambulante Patienten

Auf der Ertragsseite meldet das Spital Menziken rund 35,5 Mio. Franken. Darin eingeschlossen sind zum Beispiel Pflegetaxen und Tagespauschalen von 18,2 Millionen, rund 12 Mio. Franken Beiträge von Kanton und Gemeinden. Auf der Ausgabenseite schlägt der Personalaufwand mit rund 22 Millionen Franken zu Buche, dazu kommen noch 13,5 Mio. für den Sachaufwand. Erfreulich ist in der Gesamtabrechnung, dass beide Regionalspitäler ihre Kosten pro Fall trotz steigendem Betriebsertrag auf 5596 Franken (Vorjahr 6026 Franken) senken konnten. Die stetige Zunahme von ambulanten Patienten trug ebenfalls zum guten Betriebsergebnis bei.

Die Zunahme von Patienten im ambulanten Bereich, vor allem im Notfall, bringt es mit sich, dass in Menziken eine akute Raumnot herrscht, die bald mit dem geplanten Annexbau behoben wird.

Spitalleitung unter Druck

Das gute Betriebsergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Spitalleitung im permanenten Kampf gegen die steigenden Kosten steht. «Am 28. April haben uns die Schweizer Krankenversicherer mitgeteilt, dass sie ab 1. 1. 2010 keine Tarif- und Preiserhöhungen mehr zulassen», erklärt Direktor Beat Füglistaler. «Wir sind dauernd daran, unsere Betriebsabläufe im medizinischen, logistischen und administrativen Bereich zu optimieren.» Wo es möglich sei, würden Leuggern und Menziken eng zusammenarbeiten und im personellen und administrativen Bereich alle Doppelspurigkeiten eliminieren. Die Qualität zu steigern, die Kosten möglichst noch zu senken, dies gleiche oft der Quadratur des Kreises und verlange Anstrengungen von allen Mitarbeitern.

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