Die Spitzengremien des Brandenburger Landesverbandes der SPD müssen den Beschluss der Sondierungskommission noch bestätigen, wie SPD-Landeschef und Ministerpräsident Matthias Platzeck nach einer weiteren Sondierungsrunde mit der Linkspartei in Potsdam sagte.

Damit entschieden sich die Sozialdemokraten gegen ihren bisherigen Koalitionspartner CDU, mit dem sie zehn Jahre gemeinsam in Brandenburg regiert hatten. Bei den Wahlen vom 30. August errang die SPD 33,0 Prozent, die Linke 27,2 Prozent und die CDU 19,8 Prozent der Stimmen. Die SPD hatte bei beiden Lagern sondiert.

Die Verhandlungsführerin der Linkspartei, Kerstin Kaiser, hatte am Sonntag den Verzicht auf ein Ministeramt erklärt, um den Weg für eine rot-rote Koalition freizumachen.

Kaiser hatte sich nach eigenen Angaben als Schülerin beim Staatsicherheitsdienst der DDR verpflichtet und während ihres Studiums in Leningrad über Kommilitonen an die Stasi berichtet. SPD-Politiker forderten sie daher zum Verzicht auf.