Spatenstich für das nächste Jahr geplant

Die Pläne für die Überbauung des «Rüchlig» zeigen laut René Brogli eine Orchestrierung der Bauten in die Landschaft

Rüchlig

Die Pläne für die Überbauung des «Rüchlig» zeigen laut René Brogli eine Orchestrierung der Bauten in die Landschaft

Die Planungsphase für die Überbauung des «Rüchlig» in Hallwil ist bereits weit fortgeschritten. Ebenfalls umgebaut wird das Herti-Haus.

Im Sommer des vergangenen Jahres hat die Mitac Architektur AG aus Lenzburg ihr Bauvorhaben für eine Überbauung des «Rüchlig»-Gebiets in Hallwil ad acta gelegt. Die Brogli Immobilien aus Seon kaufte die Parzellen auf und plante von neuem. Im nächsten Jahr soll der Spatenstich folgen, falls die Baubewilligung bis Ende Jahr erteilt wird.

René Brogli, Geschäftsführer und Inhaber der Brogli Immobilien, spricht mit Begeisterung über das «Rüchlig»-Gebiet. In einem Zeitungsartikel hat er vom Rückzug des früheren Investors, der Mitac Architektur AG, gelesen. Vor allem die Fotografie des Areals im Artikel hat ihn fasziniert. Brogli nahm Kontakt auf mit André Zumbühl, dem Gemeindeschreiber von Hallwil. Die Schilderung des nach Brogli «traumhaften Landes» weckte in ihm die Absicht in eine Überbauung des Gebietes zu investieren.

Doch wieso kam es eigentlich zum Rückzug des früheren Investors? Nach Robert Meier von der Mitac sei es nicht möglich gewesen, anhand der bestehenden Hallwiler Bauordnung die eigenen Visionen umzusetzen. Diese verlange nämlich den Bau von Giebeldächern. Obwohl Meier die konstruktive Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden hervorhebt, musste nach bereits erfolgter, ausgiebiger Planungsarbeit ein Schlussstrich unter das Projekt gezogen werden.

René Brogli erwähnt seinerseits die Erschliessungskonzeption des alten Projekts. Mit ihren vielen Zufahrtsstrassen sei diese im Endeffekt zu kompliziert und zu teuer gewesen. So finden sich in den Plänen von Brogli nur noch eine, höchstens zwei Haupterschliessungsstrassen, wovon eine in die grosse Tiefgarage mündet. «Der frühere Investor hat keine Schnittstelle mit den Gemeindevertretern gefunden», meint Brogli. Auch er plant den Bau von modernen Häusern mit Flachdächern. Der dafür notwendige Gestaltungsplan, der eine grosszügigere Auslegung der Bauordnung erlaubt, soll bereits nach Ostern den kantonalen Behörden zur Genehmigung vorgelegt werden.

Interessenten abgesprungen

Aber auch Broglis Vorstellungen mussten nach einer ersten Planungsphase redimensioniert werden. Bereits waren vier exklusive Häuser zu einem Preis von rund 1,5 Mio. Franken zum Bau bereit, als sich zwei Interessenten wieder zurückzogen. «Das Ende des letzten Jahres war wohl wegen der drohenden Finanzkrise der falsche Zeitpunkt für ein solch mondänes Vorhaben», rekapituliert der Investor. Seine Überzeugung für das Projekt bleibt allerdings ungebrochen.

Die Landfläche ist auf drei Seiten umschlossen von Landschaftsschutzzonen, ein Anschluss des öffentlichen Verkehrs innerhalb weniger Minuten erreichbar. Brogli denkt, er hätte die exklusiven Häuser verkaufen können, wenn sie erst einmal fertig gestellt worden wären. Dass diese Absicht aufgegeben wurde und in einem neuen Projektschritt jetzt mit drei Typenhäusern gearbeitet wird, ergab sich aus dem Umstand, dass der Hallwiler Gemeinderat an einer Sitzung zum «Rüchlig»-Projekt Brogli das Herti-Areal zum Kauf angeboten hat, in welches dieser nun sechs Mio. Franken investieren will.

Bauen aus Leidenschaft

Auf dem Herti-Areal, welches unter Denkmalschutz steht, sollen durch die Nutzung der historisch äusserst wertvollen Bausubstanz insgesamt sechs High-End-Wohnungen entstehen, die von der Brogli Immobilien vermietet werden. Der hallwiler Souverän hat am 15. Mai die Möglichkeit über die Umzonung des Areals und dessen Verkauf abzustimmen. Zuvor findet am 8. Mai eine Infoveranstaltung statt.

In Bezug auf die Architektur spricht Brogli von einer Orchestrierung der Bauvorhaben in die Landschaft. So soll es auch mit dem «Rüchlig»-Projekt geschehen. Das Vorhaben scheint jedenfalls auf einem guten Weg zu sein. Bereits wurde am Friedhofweg in Hallwil der Abbruch eines alten Wohnhauses mit Scheune bewilligt, das der neuen Überbauung weichen soll.

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